Herzlich Willkommen im Smoke on the water! Wir sind ein Rollenspielforum, das zur Pre-Potter-Zeit im Jahr 1977 spielt, noch während des siebten Schuljahres der Rumtreiber. Wir haben ein düsteres Setting, da die Todesser an der Macht sind, unter der Leitung von Zaubereiminister Alcott Rowle. Auch Hogwarts wird durch die Todesser kontrolliert. Wer sich hier anmeldet, sollte Lust auf Drama, Spannung und ein intensives Inplay haben. Zudem spielen wir in den 1970er Jahren und versuchen diese auch außerhalb der magischen Welt so authentisch wie möglich darzustellen. Wir besitzen ein FSK 18 Rating.
Als Blutsverrat wird in der magischen Gesellschaft die bewusste oder vermeintliche Abkehr von reinblütigen Werten bezeichnet. Der Begriff stammt vor allem aus konservativen und blutreinheitsideologischen Kreisen und wird genutzt, um Hexen und Zauberer zu diffamieren, die sich mit Muggeln, Muggelstämmigen oder Halbblütern solidarisieren.
Ein Blutsverräter ist nicht automatisch selbst muggelstämmig oder halbblütig. Gerade Reinblüter können mit diesem Vorwurf belegt werden, wenn sie aus Sicht ihrer Familie oder ihres gesellschaftlichen Umfelds „gegen das eigene Blut“ handeln. Der Begriff ist daher weniger eine Beschreibung der tatsächlichen Herkunft als eine politische und persönliche Anschuldigung.
Für überzeugte Anhänger der Blutreinheitsideologie gilt Blutsverrat als Verrat an Familie, Tradition und der gesamten magischen Gesellschaft. Für andere ist die Bezeichnung nichts weiter als ein Werkzeug, mit dem Menschen eingeschüchtert, kontrolliert oder aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollen.
Wer gilt als Blutsverräter?
Als Blutsverräter können Personen bezeichnet werden, die Muggel oder Muggelstämmige offen unterstützen, mit ihnen befreundet sind oder sich gegen diskriminierende Gesetze aussprechen. Besonders in konservativen Familien reicht manchmal bereits eine offene Haltung gegen Blutreinheitsdenken aus, um Verdacht zu erregen.
Auch eine Beziehung oder Ehe mit einem Muggel, einem Halbblut oder einer muggelstämmigen Hexe beziehungsweise einem muggelstämmigen Zauberer kann als Blutsverrat gewertet werden. Für manche Familien ist es dabei unerheblich, ob die Beziehung aus Liebe entstanden ist oder ob die betroffene Person ansonsten einen tadellosen Ruf besitzt.
Weitere mögliche Gründe für einen solchen Vorwurf sind:
• Offene Freundschaften mit Muggelstämmigen oder Muggeln
• Eine Ehe oder Verlobung außerhalb reinblütiger Kreise
• Kritik an Blutreinheitsideologien oder ministeriellen Gesetzen
• Hilfe für registrierungspflichtige oder verfolgte Personen
• Eine Weigerung, sich an der Ausgrenzung Muggelstämmiger zu beteiligen
• Zusammenarbeit mit Muggeln oder Interesse an Muggelkultur
• Öffentliche Ablehnung der Todesserherrschaft
• Kontakte zum Widerstand oder zu als verdächtig geltenden Familien
Blutsverrat innerhalb der Familie
Gerade in alten Reinblutfamilien kann der Vorwurf des Blutsverrats schwerwiegende Folgen haben. Familienmitglieder werden unter Druck gesetzt, ihre Freundschaften zu beenden, Verlobungen aufzulösen oder sich öffentlich von bestimmten Personen zu distanzieren.
Manche Familien reagieren mit emotionaler Erpressung, Drohungen oder dem Entzug finanzieller Unterstützung. Andere streichen betroffene Angehörige aus dem Stammbaum, verweigern ihnen den Zugang zum Familienbesitz oder behandeln sie, als hätten sie den Familiennamen beschmutzt.
In besonders radikalen Familien kann Blutsverrat dazu führen, dass ein Kind enterbt, aus dem Haus geworfen oder vollständig aus der Gesellschaft ausgeschlossen wird. Nach außen wird dann häufig behauptet, die betreffende Person sei verreist, psychisch instabil oder schlicht nicht mehr Teil der Familie.
Nicht jede Reinblutfamilie reagiert jedoch gleich. Manche sind konservativ, aber nicht grausam. Andere legen zwar Wert auf Tradition, würden ihre Kinder aber niemals fallen lassen. Wie streng eine Familie mit einem angeblichen Blutsverrat umgeht, sollte daher immer individuell entschieden werden.
Blutsverrat als politische Waffe
Im Jahr 1977 wird der Begriff zunehmend politisch genutzt. Unter Alcott Rowles Regierung genügt es nicht mehr, sich selbst aus der Politik herauszuhalten. Wer sich nicht deutlich zur neuen Ordnung bekennt, kann schnell als verdächtig gelten.
Der Vorwurf des Blutsverrats kann dabei genutzt werden, um Rivalen auszuschalten, Familien unter Druck zu setzen oder unangenehme Personen aus wichtigen Positionen zu drängen. Ein Ministeriumsangestellter, der gegen ein neues Gesetz stimmt, eine Heilerin, die muggelstämmige Patienten unterstützt, oder ein Reinblut, das öffentlich gegen Gewalt protestiert, kann schnell ins Visier geraten.
Besonders gefährlich ist, dass der Begriff oft nicht auf Beweisen beruht. Gerüchte, abgefangene Briefe, eine beobachtete Begegnung oder eine unpassende Freundschaft können ausreichen, damit sich ein Verdacht verbreitet.
Gesellschaftliche Folgen
Wer als Blutsverräter gilt, verliert möglicherweise Einladungen, berufliche Chancen, familiären Schutz oder gesellschaftliches Ansehen. Freundschaften werden vorsichtiger, Nachbarn halten Abstand und selbst frühere Verbündete können sich abwenden, um nicht selbst verdächtig zu wirken.
In der reinblütigen Gesellschaft kann die Anschuldigung besonders zerstörerisch sein, weil Reputation und Beziehungen oft wichtiger sind als offizielle Urteile. Wer einmal als Verräter gilt, muss ständig beweisen, dass er oder sie noch loyal ist – oder entscheidet sich bewusst dagegen, weiterhin Teil dieser Welt sein zu wollen.
Für muggelstämmige Hexen und Zauberer ist der Begriff häufig ein Zeichen dafür, dass ein Reinblut bereit ist, sich gegen die eigene Familie oder das Regime zu stellen. Das kann Hoffnung geben, aber auch gefährlich sein: Nicht jede Person, die sich freundlich zeigt, ist automatisch vertrauenswürdig.
Für das Ingame zu beachten!
Ein Charakter kann als Blutsverräter bezeichnet werden, ohne sich selbst so zu sehen. Vielleicht möchte er lediglich seine beste Freundin schützen, liebt die „falsche“ Person oder weigert sich, Menschen aufgrund ihrer Herkunft schlechter zu behandeln.
Andere Figuren übernehmen den Begriff bewusst und benutzen ihn, um Druck auszuüben, ihren Familiennamen zu verteidigen oder sich beim Ministerium beliebt zu machen. Wieder andere wissen, dass die Anschuldigung falsch ist, schweigen aber aus Angst vor den Konsequenzen.
Blutsverrat eignet sich besonders für Familienkonflikte, politische Intrigen, heimliche Beziehungen und Loyalitätsfragen. Er sollte jedoch nie nur als dekoratives Schimpfwort verwendet werden, sondern immer spürbare Folgen für Beziehungen, Vertrauen und gesellschaftliche Stellung haben.