Herzlich Willkommen im Smoke on the water! Wir sind ein Rollenspielforum, das zur Pre-Potter-Zeit im Jahr 1977 spielt, noch während des siebten Schuljahres der Rumtreiber. Wir haben ein düsteres Setting, da die Todesser an der Macht sind, unter der Leitung von Zaubereiminister Alcott Rowle. Auch Hogwarts wird durch die Todesser kontrolliert. Wer sich hier anmeldet, sollte Lust auf Drama, Spannung und ein intensives Inplay haben. Zudem spielen wir in den 1970er Jahren und versuchen diese auch außerhalb der magischen Welt so authentisch wie möglich darzustellen. Wir besitzen ein FSK 18 Rating.
BlutlinienReinblütige Gesellschaft & FamilientraditionenReinblütige Gesellschaft & Familientraditionen
Inhalt
Die reinblütige Gesellschaft ist keine einheitliche Gruppe. Nicht jede Familie aus den unantastbaren Achtundzwanzig besitzt ein großes Anwesen, enormes Vermögen oder politische Macht - dafür gibt es auch Scheinblütige oder Halbblütige Familien, die "dazugehören". Dennoch gibt es innerhalb der alten Familien einen klaren gesellschaftlichen Kern, der sich selbst als magische Elite versteht.
Diese Familien orientieren sich stark an Tradition, Herkunft, Ruf und gesellschaftlichem Stand. Alte Namen, geerbter Besitz, vorteilhafte Ehen und ein makelloses öffentliches Auftreten gelten als wichtiger als persönliche Wünsche. Viele Gepflogenheiten erinnern an den englischen Adel vergangener Jahrhunderte: formelle Besuche, arrangierte Verlobungen, prachtvolle Bälle, lange Ahnenreihen, Familienporträts und die ständige Frage danach, wer mit wem verbunden ist.
Für manche Reinblüter ist diese Lebensweise eine Quelle von Stolz, Sicherheit und Zugehörigkeit. Für andere ist sie ein enges Korsett aus Erwartungen, Pflichten und unausgesprochenen Regeln.
Die gesellschaftliche Hierarchie
Innerhalb der reinblütigen Gesellschaft zählt nicht allein, ob eine Familie reinblütig ist. Entscheidend sind auch Alter des Namens, Vermögen, politische Verbindungen, Besitz, Ruf und die Frage, wie streng eine Familie ihre Traditionen bewahrt.
Familien wie Black, Malfoy, Lestrange, Rosier, Rowle, Nott, Selwyn, Gaunt, Rookwood, Talkalot oder Travers gelten in vielen Kreisen als besonders einflussreich. Ihre Mitglieder bewegen sich in einem engen gesellschaftlichen Umfeld, kennen sich über Generationen hinweg und schließen Bündnisse häufig durch Ehen, Geschäftsbeziehungen oder politische Absprachen.
Andere reinblütige Familien mögen ebenfalls angesehen sein, besitzen jedoch weniger Einfluss oder stehen nicht im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Elite. Manche Familien haben ihren Reichtum verloren, andere sind durch Skandale, unangepasste Ehen oder politische Fehlentscheidungen in Ungnade gefallen.
Ein bekannter Name kann Türen öffnen, schützt jedoch nicht automatisch vor Gerüchten, familiärem Druck oder den Erwartungen der eigenen Verwandtschaft.
Familienname, Blutlinie & Ansehen
In traditionellen Reinblutfamilien ist der Familienname mehr als eine bloße Bezeichnung. Er steht für Geschichte, Besitz, Ruf und die Verpflichtung, vergangene Generationen nicht zu beschämen. Familienporträts, Stammbäume, Wappen, geerbte Schmuckstücke und alte Anwesen erinnern ihre Mitglieder täglich daran, wer vor ihnen gekommen ist und was von ihnen erwartet wird.
Viele Familien führen detaillierte Stammbäume, in denen Ehen, Geburten, Todesfälle und bedeutende Verbindungen festgehalten werden. Personen, die als Schande für die Familie gelten, können aus solchen Aufzeichnungen entfernt, aus Porträts ausgeschlossen oder schlicht nie wieder erwähnt werden.
Besonders schlimm gilt es in strengen Familien, einen Muggel, Muggelstämmigen oder gesellschaftlich als unpassend empfundenen Partner zu heiraten. Auch politische Illoyalität, öffentliches Fehlverhalten, ein Skandal oder die offene Ablehnung der Blutreinheitsideologie können den Ruf einer Person dauerhaft beschädigen.
Ehen & Verlobungen
Ehen dienen in vielen alten Familien nicht allein der Liebe. Sie sichern Vermögen, verbinden Häuser miteinander, erhalten Blutlinien und stärken politische oder gesellschaftliche Bündnisse. Besonders innerhalb der Elite werden potenzielle Partner häufig schon früh beobachtet und bewertet.
Eine Verlobung kann von den Eltern vorgeschlagen, vorbereitet oder praktisch beschlossen werden, bevor die betroffenen Kinder überhaupt alt genug sind, sich selbst eine Meinung zu bilden. Manche Familien warten zumindest ab, ob sich zwischen zwei jungen Menschen eine akzeptable Verbindung entwickelt. Andere betrachten Gefühle als nebensächlich, solange Name, Blutstatus und Ruf stimmen.
Öffentliche Verlobungen sind gesellschaftliche Ereignisse. Sie können bei einem Ball, einer Familienfeier, einem Empfang oder einer privaten Einladung bekannt gegeben werden. Die Wahl des Rings, die anwesenden Familienmitglieder, die Gästeliste und selbst der Ort der Bekanntgabe können darüber entscheiden, wie angesehen eine Verbindung wirkt.
Eine gelöste Verlobung gilt oft als Skandal. Je nachdem, wer die Verbindung beendet hat und aus welchem Grund, kann sie Gerüchte, Streit zwischen Familien oder den Verlust wichtiger Bündnisse nach sich ziehen.
Hochzeiten
Reinbluthochzeiten sind meist aufwendig, traditionsreich und sorgfältig geplant. Sie finden in alten Familiensitzen, exklusiven Veranstaltungsorten, großen Gärten oder besonders angesehenen magischen Gebäuden statt. Die Gästeliste besteht nicht nur aus Freunden, sondern auch aus Personen, deren Anwesenheit gesellschaftlich oder politisch wichtig ist.
Die Braut trägt häufig ein aufwendig gearbeitetes Kleid, Familienschmuck oder ein Erbstück. Auch beim Bräutigam spielen Familienfarben, Wappen, Ringe und traditionelle Kleidung eine Rolle. Manche Familien bestehen auf bestimmten Ritualen, magischen Schwüren oder alten Eheverträgen.
Eine Hochzeit ist nicht nur ein persönlicher Moment, sondern ein öffentliches Signal: Zwei Familien zeigen, dass sie zusammengehören, sich gegenseitig vertrauen und ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft festigen wollen.
Frauen in der reinblütigen Gesellschaft
In vielen konservativen Reinblutfamilien wird von Frauen erwartet, dass sie heiraten, Kinder bekommen, den Haushalt repräsentieren und den Ruf der Familie schützen. Hauselfen übernehmen zwar den praktischen Haushalt, doch gesellschaftliche Aufgaben bleiben häufig an den Frauen hängen: Einladungen organisieren, Gäste empfangen, Wohltätigkeitsveranstaltungen besuchen, Kontakte pflegen und dafür sorgen, dass die Familie nach außen hin makellos wirkt.
Eine Reinbluthexe muss nicht zwangsläufig untätig sein. Manche arbeiten im Ministerium, forschen, lehren, heilen oder führen eigene Geschäfte. In sehr traditionellen Kreisen wird eine berufstätige Frau jedoch oft nur dann akzeptiert, wenn ihre Tätigkeit dem Familiennamen nicht schadet und sie ihre erwarteten Pflichten weiterhin erfüllt.
Besonders junge Frauen stehen häufig unter Druck, früh eine passende Partie zu finden. Schönheit, Benehmen, Bildung, Auftreten und die Fähigkeit, sich in Gesellschaft richtig zu verhalten, können dabei als beinahe ebenso wichtig gelten wie Blutstatus und Name.
Frauen, die sich einer Ehe verweigern, einen unpassenden Partner wählen, keine Kinder möchten oder sich zu offen gegen ihre Familie stellen, können als schwierig, undankbar oder rebellisch gelten. Wie hart eine Familie darauf reagiert, hängt stark von ihren Traditionen und ihrem Einfluss ab.
Männer in der reinblütigen Gesellschaft
Von Männern wird häufig erwartet, dass sie den Familiennamen nach außen vertreten, Vermögen sichern, politische Kontakte pflegen und eine angesehene Laufbahn einschlagen. Beliebte Berufe sind Tätigkeiten im Ministerium, bei Gringotts, im Zaubergamot, im Quidditchbereich, in Familienunternehmen oder in anderen einflussreichen Institutionen.
Auch ein reinblütiger Mann kann unter großem Druck stehen. Er soll Erbe sein, die Familie fortführen, eine passende Ehe eingehen und den Namen vor Skandalen schützen. Wer keinen Erben zeugt, sich gegen eine arrangierte Verbindung stellt oder politisch eine unerwünschte Haltung vertritt, kann ebenfalls in Ungnade fallen.
Emotionalität, Unsicherheit oder persönliche Wünsche werden in vielen Familien als Schwäche betrachtet. Gerade ältere Söhne tragen häufig die Erwartung, irgendwann Besitz, Titel, politische Verpflichtungen und familiäre Konflikte übernehmen zu müssen.
Besitz, Erbe & Familienvermögen
Viele alte Reinblutfamilien besitzen seit Generationen Anwesen, Stadthäuser, Grundstücke, Kunstgegenstände, wertvolle Zaubertränke, seltene Bücher, magische Kreaturen oder verzauberte Erbstücke. Manche dieser Gegenstände sind an bestimmte Familienmitglieder gebunden, andere dürfen nur vom jeweiligen Familienoberhaupt genutzt werden.
Der älteste Sohn oder das älteste Kind erhält in vielen Familien den größten Teil des Besitzes. Andere Geschwister bekommen kleinere Erbteile, Schmuck, Geld, ein eigenes Haus oder werden durch eine vorteilhafte Ehe abgesichert. Die genauen Regeln unterscheiden sich von Familie zu Familie.
Testamente, Eheverträge und Familienfonds spielen eine große Rolle. Wer enterbt wird, verliert nicht nur Geld, sondern oft auch gesellschaftliche Sicherheit. Besonders in Familien, die großen Wert auf Gehorsam legen, kann die Drohung mit Enterbung ein wirksames Mittel sein, um Kinder unter Kontrolle zu halten.
Gesellschaftliche Saison
Viele Familien veranstalten oder besuchen regelmäßig Bälle, Dinner, Wohltätigkeitsabende, Gartenfeste, Quidditchveranstaltungen, private Empfänge und kulturelle Ereignisse. Gerade junge Erwachsene werden dort vorgestellt, beobachtet und miteinander bekannt gemacht.
Eine gesellschaftliche Saison ist für viele Familien die Gelegenheit, ihre Kinder in die richtigen Kreise einzuführen. Wer wird eingeladen? Wer tanzt mit wem? Wer trägt welchen Schmuck? Wer wurde auffällig lange in einer Ecke miteinander gesehen? Solche Kleinigkeiten können schnell zu Gerüchten führen.
Besonders junge Frauen werden bei solchen Veranstaltungen häufig unter Druck gesetzt, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch auch junge Männer müssen zeigen, dass sie sich benehmen können, die richtigen Personen kennen und ihre Familie würdig vertreten.
Etikette & Benehmen
In der reinblütigen Elite gibt es zahlreiche unausgesprochene Regeln. Wer zu spät kommt, sich unangemessen kleidet, zu laut lacht, die falsche Person ignoriert oder sich öffentlich blamiert, kann schnell Gesprächsthema werden.
Höflichkeit bedeutet nicht immer Freundlichkeit. Viele Mitglieder der Gesellschaft sprechen höflich, lächeln freundlich und beleidigen sich dennoch zwischen den Zeilen. Ein Kompliment kann eine Warnung sein, eine Einladung eine Verpflichtung und ein scheinbar harmloser Kommentar ein gezielter Angriff auf Ruf oder Familie.
Besonders wichtig sind Diskretion, Selbstbeherrschung und der Eindruck, niemals die Kontrolle zu verlieren. Öffentliche Wutausbrüche, Trunkenheit, Affären oder Streitigkeiten gelten als peinlich – nicht unbedingt, weil sie moralisch falsch wären, sondern weil sie den Ruf der Familie beschädigen könnten.
Queere Beziehungen & familiäre Erwartungen
In sehr traditionellen Reinblutfamilien werden queere Beziehungen oft als Bedrohung für Familienlinie, Erbe und gesellschaftliche Erwartungen betrachtet. Nicht jede Familie reagiert gleich, doch besonders dort, wo Nachwuchs und arrangierte Ehen wichtig sind, können betroffene Personen unter enormem Druck stehen.
Manche Familien versuchen, eine queere Beziehung zu ignorieren, solange sie nicht öffentlich wird. Andere drängen ihre Kinder zu einer Ehe, verlangen Diskretion oder betrachten die Beziehung als peinlichen Skandal. Wieder andere brechen den Kontakt vollständig ab.
Queere Reinblutcharaktere müssen jedoch nicht zwangsläufig heimlich, unglücklich oder isoliert leben. Freundschaften, Geschwister, diskrete Familienmitglieder oder kleinere offenere Kreise können Schutz und Unterstützung bieten. Wie eine Familie reagiert, sollte immer individuell entschieden werden.
Die Lage im Jahr 1977
Unter Alcott Rowle gewinnen alte Familien, traditionelle Werte und Blutreinheit öffentlich an Bedeutung. Bälle, Einladungen und Familienbündnisse werden nicht nur gesellschaftlich, sondern zunehmend auch politisch relevant. Wer zu den richtigen Personen gehört, kann Schutz, Einfluss und Vorteile erhalten.
Gleichzeitig steigt der Druck auf Familienmitglieder, Loyalität zu zeigen. Eine unpassende Beziehung, eine kritische Haltung gegenüber dem Ministerium oder Hilfe für Muggelstämmige kann nicht nur den Ruf, sondern auch die Sicherheit einer ganzen Familie gefährden.
Manche Familien nutzen die neue Ordnung, um ihre Macht auszubauen. Andere versuchen, ihre Angehörigen zu schützen, ohne offen gegen das Regime aufzutreten. Wieder andere geraten zwischen die Fronten, weil ihre Traditionen zwar konservativ sind, sie aber die Gewalt und Brutalität der Todesserherrschaft ablehnen.
Für das Ingame zu beachten!
Reinblütige Traditionen müssen nicht für jede Figur gleich streng sein. Eine Person kann ihre Familie lieben und trotzdem unter ihren Erwartungen leiden. Sie kann stolz auf ihren Namen sein, ohne Blutreinheitsideologien zu unterstützen. Sie kann eine arrangierte Ehe akzeptieren, dagegen rebellieren oder versuchen, innerhalb der Regeln einen eigenen Weg zu finden.
Die reinblütige Gesellschaft funktioniert am glaubwürdigsten, wenn sie nicht nur aus grausamen Eltern und gehorsamen Kindern besteht. Druck, Loyalität, Liebe, Angst, Stolz, Rivalität, Verantwortung und der Wunsch nach Freiheit können gleichzeitig Teil einer Familie sein.