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Welcome
Herzlich Willkommen im Smoke on the water! Wir sind ein Rollenspielforum, das zur Pre-Potter-Zeit im Jahr 1977 spielt, noch während des siebten Schuljahres der Rumtreiber. Wir haben ein düsteres Setting, da die Todesser an der Macht sind, unter der Leitung von Zaubereiminister Alcott Rowle. Auch Hogwarts wird durch die Todesser kontrolliert. Wer sich hier anmeldet, sollte Lust auf Drama, Spannung und ein intensives Inplay haben. Zudem spielen wir in den 1970er Jahren und versuchen diese auch außerhalb der magischen Welt so authentisch wie möglich darzustellen. Wir besitzen ein FSK 18 Rating.
Housepoints
Gryffindor:
11360
Hufflepuff:
4860
Ravenclaw:
6240
Slytherin:
10840
Zeitraum
01.10.1977 – 31.12.1977
Jahreszeit
Herbst / Winter
Wetter
-2 bis 10° Grad
Vollmond
27.10. · 25.11. · 25.12.
Wichtige Links
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Die nächste Postwoche findet vom 01.06. - 08.06.2026 statt!

Postmarathon vom 01.07.2026 bis 30.08.2026

67%
200 von 300 Inplayposts
114%
113.535 von 100.000 Wörtern
40%
592.826 von 1.500.000 Zeichen
Topliste nach Charakteren | Topliste nach Spieler*innen

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Lexikon

Nachschlagewerk für die magische Welt
Dokumente
Die 70er29
Alle Einträge29Die wilden 70er1Bekannte Bands & Musiker6Magische Bands & Musiker3Muggel Musik Charts4Magische Musik Charts4Drogen & berauschende Mittel1Geschichtliche Ereignisse 3Wohnen & Alltag6Technik im magischen Alltag1
Blutlinien7
Alle Einträge7Die verschiedenen Blutlinien5Reinblütige Gesellschaft & Familientraditionen1Blutsverrat1
Schulen11
Alle Einträge11Beauxbatons1Castelobruxo1Durmstrang1Hogwarts1Ilvermorny1Koldovstoretz1Mahoutokoro1Uagadou1Weitere magische Bildungseinrichtungen1Austauschprogramme 1Schulabschlüsse im Ausland 1
Hogwarts19
Alle Einträge19Alter/Schuljahr/Abschluss1Schulferien 1977/19781Hogsmeade Wochenenden1Quidditch Termine1Clubs & AGs9Pflichtfächer1Wahlfächer1Lehrplan1Die Schule3
Besonderheiten12
Alle Einträge12Wortlose/Zauberstablose Magie1Animagi1Legilimentik1Metamorphmagi 1Okklumentik1Parselmund1Patronuszauber1Seher1Vampire1Veelas1Werwölfe1Magische Wesen1
Magische Orte10
Alle Einträge10Askaban1Der verbotene Wald1Godric's Hollow1Gringotts1Hogsmeade1Internationale magische Orte1Nokturngasse1Versteckte Dörfer1Weitere magische Orte1Winkelgasse1
Magische Welt14
Alle Einträge14Berufe1Feste & Feiertage1Kleidung & Etikette1Kommunikation1Magische Fortbewegungsmittel1Magische Gegenstände1Magische Küche1Orden des Phönix1Todesser1Währung1Zaubersprüche1Zauberstäbe2Zaubertränke1
Magische Sportarten27
Alle Einträge27Quidditch6Quidditch-Weltmeisterschaft1Frostball13Besenrennen 1Creaothceann 1Quodpot 1Zauberkorb1Eiszauberlauf1Bannball1Magische Sportveranstaltungen 1
Ministerium7
Alle Einträge7Allgemeines1Aufbau1Berufe im Ministerium1Gefängnisse und Haftanstalten 1Mysteriumsabteilung1Zaubereiminister1Zaubergamot1
St. Mungos8
Alle Einträge8Allgemeines & Geschichte1Aufbau des Hospitals1Aufnahme & Notfälle1Besuchszeiten1Fluchschäden 1Heilerinnen & Heiler1Janus-Thickey-Station 1Magische Krankheiten 1
Die 70er
Wohnen & Alltag
Wohnen & Alltag
Inhalt

Wie Menschen 1977 wohnen und ihren Alltag gestalten, hängt stark davon ab, woher sie kommen, wie viel Geld ihre Familie besitzt und ob sie in einer Großstadt, einer Kleinstadt oder auf dem Land leben. Die 1970er wirken aus heutiger Sicht oft bunt, laut und glamourös – doch der Alltag vieler Familien ist deutlich bodenständiger: Arbeit, Schule, Einkaufen, Haushalt, Fernsehen am Abend und der Versuch, mit steigenden Preisen und wirtschaftlicher Unsicherheit zurechtzukommen.

Gerade für muggelstämmige Hexen und Zauberer ist das Zuhause häufig der Ort, an dem zwei Welten aufeinandertreffen. Während sie in Hogwarts mit Kerzenlicht, Eulenpost und Magie leben, kehren sie in den Ferien zu Plattenspielern, Fernsehern, Telefonen, Supermärkten und Muggelnachrichten zurück. Für viele Reinblüter wirken diese Dinge dagegen fremd, überflüssig oder sogar ein wenig befremdlich.

Wohnformen

In britischen Städten sind Reihenhäuser besonders verbreitet. Viele Familien leben in schmalen Backsteinhäusern mit kleinem Vorgarten, einer Küche im Erdgeschoss, einem Wohnzimmer und mehreren kleinen Schlafzimmern im oberen Stockwerk. Gerade in Arbeitervierteln wohnen Familien oft eng beieinander, kennen ihre Nachbarn und bekommen Streit, Besuch oder schlechte Nachrichten schnell mit.

Daneben gibt es Doppelhaushälften, kleine Mietwohnungen, größere Stadthäuser und Sozialwohnungen. Besonders junge Erwachsene, Studierende oder Menschen mit wenig Geld leben nicht selten in kleinen Zimmern zur Untermiete, sogenannten Bedsits, oder teilen sich ein Haus mit anderen. Ein eigenes Bad, ein großes Wohnzimmer oder viel Privatsphäre sind keineswegs selbstverständlich.

Auf dem Land findet man eher Cottages, Bauernhäuser oder abgelegene Häuser mit Garten. Wohlhabendere Familien leben in größeren Einfamilienhäusern, Herrenhäusern oder gepflegten Stadthäusern in besseren Vierteln. Gerade in Großbritannien verrät eine Wohnadresse oft viel über Herkunft, Einkommen und gesellschaftlichen Stand.

Ein Zuhause in den 70ern

Viele Wohnungen und Häuser wirken aus heutiger Sicht sehr gemustert, farbig und vollgestellt. Tapeten mit Blumenmustern, braune oder orangefarbene Teppiche, schwere Vorhänge, dunkle Holzmöbel, Schrankwände und große Sofas gehören in vielen Haushalten zum Bild der Zeit. Häufig stehen Fotos von Familienmitgliedern, Souvenirs, Porzellanfiguren oder Zimmerpflanzen sichtbar im Wohnzimmer.

Das Wohnzimmer ist meist der Mittelpunkt des Hauses. Hier wird ferngesehen, Besuch empfangen, gestritten, gelacht und manchmal auch gegessen. Ein Fernseher gilt in vielen Familien als wichtiges Möbelstück, auch wenn es nur wenige Programme gibt. Wer eine neue Folge einer beliebten Serie oder ein großes Fußballspiel sehen möchte, muss zur richtigen Uhrzeit zuhause sein – Aufnahmen oder Streaming gibt es nicht.

Nicht jede Familie verfügt über moderne Zentralheizung. Gasöfen, elektrische Heizgeräte, Kamine, Kohlefeuer und Wärmflaschen gehören in vielen Häusern weiterhin zum Alltag. Gerade im Winter können manche Wohnungen kalt, zugig oder feucht sein.

Haushalt & Technik

Waschmaschinen, Staubsauger, Kühlschränke und Fernseher gibt es zwar, doch nicht jede Familie besitzt automatisch alle Geräte. Manche Haushalte nutzen Waschsalons, andere waschen zuhause und trocknen die Kleidung auf Leinen, Wäscheständern oder im Garten. Hausarbeit nimmt viel Zeit in Anspruch und wird noch immer oft selbstverständlich den Frauen einer Familie zugeschrieben.

Telefone stehen meist fest im Haus, häufig im Flur oder Wohnzimmer. Private Gespräche sind deshalb nicht immer wirklich privat. Wer kein eigenes Telefon besitzt, nutzt eine Telefonzelle oder bittet Nachbarn darum, kurz anrufen zu dürfen. Lange Gespräche über weite Entfernungen können teuer sein, weshalb Briefe und persönliche Besuche weiterhin wichtig bleiben.

Musik wird über Radio, Plattenspieler oder Kassettenrekorder gehört. Schallplatten sind für viele Jugendliche etwas Persönliches: Sie werden gesammelt, verliehen, heimlich mit Freunden gehört oder als Zeichen des eigenen Musikgeschmacks im Zimmer sichtbar aufgestellt.

Einkaufen & Essen

Viele Familien kaufen noch regelmäßig bei kleinen Geschäften ein: beim Bäcker, Metzger, Gemüsehändler, Kiosk oder im Laden an der Ecke. Supermärkte werden zwar immer wichtiger, doch der wöchentliche Einkauf besteht oft aus mehreren kleinen Wegen. Milch wird in manchen Gegenden noch vom Milchmann geliefert, Zeitungen liegen morgens vor der Tür und frisches Brot wird häufig am selben Tag gekauft.

Der Speiseplan hängt stark vom Einkommen ab. Klassische Gerichte wie Braten mit Kartoffeln, Shepherd’s Pie, Würstchen mit Bohnen, Fisch mit Pommes, Eintöpfe, Toast oder Aufläufe gehören in vielen Haushalten zum Alltag. Konserven, Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte werden beliebter, gelten aber nicht überall als selbstverständlich oder besonders hochwertig.

Pubs spielen für viele Erwachsene eine wichtige Rolle. Sie sind Treffpunkt, Stammkneipe, Ort für Feierabendbier, politische Diskussionen, Dartspiele und Neuigkeiten aus der Nachbarschaft. Jugendliche versuchen dagegen vielleicht, älter auszusehen, sich heimlich hineinzuschleichen oder bei älteren Geschwistern Alkohol zu organisieren.

Freizeit & Familienleben

Freizeit findet oft draußen, bei Freunden oder innerhalb der Familie statt. Kinder spielen auf der Straße, im Garten, auf Spielplätzen oder bei Nachbarn. Jugendliche treffen sich in Cafés, Plattenläden, Parks, Pubs, Jugendclubs oder auf Partys. Wer etwas erleben möchte, fährt mit dem Bus in die nächste Stadt, geht ins Kino oder besucht ein Konzert.

Familienleben kann sehr eng sein, aber auch konfliktreich. Viele Jugendliche leben noch länger bei ihren Eltern, teilen sich Zimmer mit Geschwistern und haben wenig Rückzugsmöglichkeiten. Erwartungen an Ausbildung, Beruf, Ehe und Familie sind häufig klarer und konservativer als heute. Wer davon abweicht, kann auf Unverständnis, Streit oder Druck stoßen.

Unterwegs im Alltag

Die meisten Wege werden zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus, Zug oder Auto erledigt. Ein eigenes Auto ist praktisch, aber nicht für jede Familie selbstverständlich. Gerade in London spielen Busse und U-Bahnen eine große Rolle. Reisen müssen geplant werden: Es gibt keine Handys, keine digitalen Fahrpläne und keine schnelle Möglichkeit, jemandem Bescheid zu geben, wenn man sich verspätet.

Wer zu spät kommt, muss eine Telefonzelle finden, einen Brief schreiben oder hoffen, dass die andere Person geduldig genug ist zu warten. Verabredungen sind deshalb oft verbindlicher – oder enden im Chaos, wenn sich jemand am falschen Ort, zur falschen Zeit oder mit völlig falschen Erwartungen trifft.

Wohnen & Alltag in der magischen Welt

Auch in der magischen Welt sagt ein Zuhause viel über eine Familie aus. Alte Reinblutfamilien leben häufig in geerbten Häusern, Landsitzen oder Stadthäusern, die seit Generationen im Familienbesitz sind. Manche dieser Gebäude sind voller Porträts, Familienwappen, magischer Gegenstände und Regeln, die älter sind als ihre Bewohner.

Wohlhabende Familien beschäftigen teilweise Hauselfen, während andere Hexen und Zauberer ihren Haushalt selbst führen müssen. Magie kann vieles erleichtern: Reinigung, Kochen, Reparaturen, Transport und Kommunikation funktionieren anders als bei Muggeln. Dennoch verschwinden Armut, enge Wohnverhältnisse oder familiäre Konflikte nicht einfach, nur weil jemand zaubern kann.

Muggelstämmige Schülerinnen und Schüler kennen oft beide Seiten. Sie wachsen mit Elektrizität, Telefonen und Muggelnachrichten auf, lernen aber gleichzeitig, dass Briefe per Eule, Flohpulver und magische Gegenstände in der Zaubererwelt völlig normal sind. Gerade daraus können interessante Unterschiede entstehen: Eine Figur kann sich in beiden Welten zuhause fühlen – oder in keiner von beiden vollständig dazugehören.

Für das Ingame zu beachten!

Das Zuhause einer Figur kann viel über sie erzählen. Lebt sie in einem engen Reihenhaus mit fünf Geschwistern, in einem kalten Cottage auf dem Land, in einer wohlhabenden Reinblutfamilie mit Hauselfen oder in einer kleinen Wohnung über einem Muggelgeschäft? Hat sie ein eigenes Zimmer, teilt sie sich eins oder schläft sie vielleicht sogar im Wohnzimmer?

Solche Details müssen nicht in jedem Post erwähnt werden, können aber helfen, Figuren greifbarer zu machen und ihre Entscheidungen verständlicher wirken zu lassen.

Film & Fernsehen
Inhalt

Film und Fernsehen sind in den 1970ern feste Bestandteile des Alltags. Sie dienen als Ablenkung, Gesprächsthema und gemeinsame Freizeitbeschäftigung. Eine neue Folge der Lieblingsserie, ein großes Fußballspiel oder ein Kinofilm werden nicht einfach jederzeit abgerufen: Wer etwas sehen möchte, muss zur passenden Uhrzeit vor dem Fernseher sitzen oder sich mit Freunden ins Kino verabreden.

Gerade für muggelstämmige Hexen und Zauberer kann Fernsehen ein vertrauter Teil des Elternhauses sein. Vielleicht läuft im Wohnzimmer ständig der Fernseher, vielleicht streitet man sich mit Geschwistern um das Programm oder vielleicht gehört der wöchentliche Kinobesuch zu den wenigen besonderen Ausflügen der Familie. Reinblüter kennen Muggelproduktionen dagegen meist nur über Freunde (wenn überhaupt), Muggelkunde oder heimliche Ausflüge in die Muggelwelt.

Fernsehen im Alltag

In vielen Familien steht nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Er ist Mittelpunkt des Abends, und die ganze Familie schaut gemeinsam – auch dann, wenn nicht alle dieselbe Sendung sehen wollen. Farbfernsehen ist 1977 bereits weit verbreitet, aber ein Schwarzweißgerät ist besonders in ärmeren Haushalten oder bei älteren Menschen noch keineswegs ungewöhnlich.

Das britische Fernsehen besteht vor allem aus BBC One, BBC Two und ITV. Nachrichten, Sport, Seifenopern, Quizsendungen, Kindersendungen, Musikformate, Komödien und Krimiserien prägen den Alltag. Anders als heute gibt es nur eine begrenzte Auswahl an Programmen. Wer eine Folge verpasst, muss darauf hoffen, dass sie irgendwann wiederholt wird.

Bekannte Fernsehsendungen im Jahr 1977

Doctor Who
Die Science-Fiction-Serie begleitet den geheimnisvollen Doctor auf Reisen durch Zeit und Raum. Im Jahr 1977 ist Tom Baker als vierter Doctor besonders prägend. Für Kinder, Jugendliche und Fans von Abenteuern, Monstern und fremden Welten gehört die Serie fest zum britischen Fernsehen.

Dad’s Army
Eine Comedyserie über eine chaotische britische Home-Guard-Einheit während des Zweiten Weltkriegs. Die Serie läuft seit Jahren und endet 1977. Sie ist besonders bei Familien und älteren Zuschauerinnen und Zuschauern beliebt.

The Good Life
Tom und Barbara Good versuchen, ihr gewöhnliches Vorstadtleben hinter sich zu lassen und möglichst selbstversorgend zu leben. Die Serie verbindet Humor mit Themen wie Konsumkritik, Nachbarschaft und dem Wunsch nach einem anderen Lebensstil.

Fawlty Towers
Eine schrille Comedyserie über Basil Fawlty, den cholerischen Besitzer eines kleinen Hotels in Torquay. 1977 existiert bislang nur die erste Staffel; trotzdem ist Basil Fawlty vielen Zuschauerinnen und Zuschauern bereits ein Begriff.

The Sweeney
Eine düstere Polizeiserie über die Flying Squad der Londoner Metropolitan Police. Die Serie zeigt London rauer, gefährlicher und weniger geschniegelt als viele frühere Fernsehproduktionen.

Porridge
Eine Comedyserie, die im Gefängnis spielt und sich um Norman Stanley Fletcher dreht. Sie verbindet trockenen britischen Humor mit dem Alltag hinter Gittern.

Top of the Pops
Die wichtigste Musiksendung für viele Jugendliche. Hier treten bekannte Künstlerinnen, Künstler und Bands auf, und die aktuellen Charts werden sichtbar. Wer wissen möchte, was gerade angesagt ist, schaut Top of the Pops oder hört Radio.

Coronation Street
Die langlaufende Seifenoper erzählt vom Alltag der Bewohner einer Arbeitergegend im Norden Englands. Streit, Liebe, Familienprobleme und Nachbarschaftstratsch machen sie für viele Zuschauerinnen und Zuschauer besonders greifbar.

Das Kino der 1970er

Kino ist in den 1970ern ein Ereignis. Man verabredet sich, kauft Karten, teilt Popcorn oder Süßigkeiten und verbringt den Abend gemeinsam im dunklen Kinosaal. Besonders Jugendliche nutzen Kinobesuche als Möglichkeit, ohne Eltern unterwegs zu sein – oder zumindest so zu tun, als ginge es nur um den Film.

Die Filme der Zeit sind vielseitig. Katastrophenfilme, Horror, Krimis, Musikfilme, Science-Fiction, Komödien und gesellschaftskritische Dramen laufen nebeneinander. Viele Produktionen wirken realistischer, härter und direkter als frühere Filme. Gewalt, Politik, soziale Konflikte und Sexualität werden sichtbarer behandelt, weshalb manche Filme für Jugendliche nicht zugänglich sind.

Bekannte Filme, die 1977 bereits erschienen sind

Love Story (1970)
Eine romantische Tragödie über zwei junge Menschen aus völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen.

A Clockwork Orange (1971)
Ein düsterer, gewalttätiger und kontroverser Film über Jugendgewalt, Kontrolle und freie Entscheidung. Obwohl der Film bekannt ist, ist er 1977 in Großbritannien nicht regulär im Kino zu sehen.

Cabaret (1972)
Ein Musical vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus in Berlin. Glamour, Musik und politische Bedrohung stehen direkt nebeneinander.

Der Exorzist (1973)
Ein Horrorfilm über ein besessenes Mädchen. Der Film sorgt für Skandale, lange Schlangen vor Kinos und zahlreiche Diskussionen darüber, wie viel Horror ein Publikum ertragen sollte.

The Wicker Man (1973)
Ein britischer Folk-Horrorfilm über einen Polizisten, der auf einer abgelegenen Insel nach einem verschwundenen Mädchen sucht. Besonders düster, seltsam und atmosphärisch.

Der Clou (1973)
Ein eleganter Betrugsfilm mit Robert Redford und Paul Newman. Gut geeignet für Figuren, die clevere Pläne, Glücksspiel oder charmante Gauner mögen.

Die drei Musketiere (1973)
Ein Abenteuerfilm voller Fechtkämpfe, Intrigen und Humor. Für jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer ebenso geeignet wie für Familien.

Der weiße Hai (1975)
Ein Thriller über einen riesigen Hai, der einen Badeort terrorisiert. Der Film wird zu einem großen Kinoereignis und sorgt dafür, dass viele Menschen plötzlich Angst vor dem Meer haben.

Die Rocky Horror Picture Show (1975)
Ein schräges, musikalisches Kultstück voller Glamour, Horror, Sexualität und Extravaganz. Nicht unbedingt ein Familienfilm, aber besonders für Figuren interessant, die Glam Rock, Grenzüberschreitungen und schrille Mode mögen.

Rocky (1976)
Die Geschichte eines Boxers aus einfachen Verhältnissen, der eine unerwartete Chance bekommt. Der Film steht für Durchhaltewillen, große Gefühle und den Traum, über sich hinauszuwachsen.

Carrie (1976)
Ein Horrorfilm über ein ausgegrenztes Mädchen mit telekinetischen Fähigkeiten. Gerade für junge Hexen und Zauberer kann der Film auf seltsame Weise vertraut oder unangenehm wirken.

The Omen (1976)
Ein düsterer Horrorfilm über ein Kind, dessen Herkunft mit apokalyptischen Ereignissen verbunden ist. Der Film setzt auf religiöse Symbolik, Unheil und beklemmende Stimmung.

Taxi Driver (1976)
Ein bedrückendes Drama über Einsamkeit, Gewalt und den psychischen Verfall eines Taxifahrers in New York. Kein leichter Film, aber ein viel diskutierter.

A Bridge Too Far (1977)
Ein großer Kriegsfilm über die alliierte Operation Market Garden im Zweiten Weltkrieg. Besonders ältere Zuschauer, Geschichtsinteressierte und Familien mit Kriegserinnerungen könnten ihn sehen wollen.

Star Wars (1977)
Ein Science-Fiction-Abenteuer über eine weit entfernte Galaxis, Rebellen, ein Imperium und einen jungen Helden. In Großbritannien startet der Film erst Ende Dezember 1977 und ist deshalb nur für ein sehr spätes Inplay des Jahres bereits ein Thema.

Filme, die erst ab 1978 relevant werden

Grease (1978)
Ein Musical über amerikanische Highschool-Jugendliche, Rock ’n’ Roll und erste Liebe. Für ein Inplay im Jahr 1977 ist der Film noch nicht bekannt.

Saturday Night Fever (1977/1978 in Großbritannien)
Ein Discofilm mit John Travolta, der Musik, Mode und Tanzstile stark prägen wird. Für eine streng britische Zeitlinie sollte er erst ab 1978 verwendet werden.

Filmfreigaben

Nicht jeder Film ist für alle Altersgruppen gedacht. In Großbritannien gibt es unterschiedliche Altersfreigaben. Besonders Horrorfilme, Gewaltfilme oder explizitere Produktionen können mit einer Altersgrenze versehen sein. Schülerinnen und Schüler aus Hogwarts könnten solche Filme daher nur heimlich, mit älteren Geschwistern oder unter falschem Vorwand sehen.

Film & Fernsehen in der magischen Welt

Die magische Welt nutzt vor allem Zauberfunk, Eulenpost, Zeitungen und persönliche Erzählungen. Der Zauberfunk übernimmt dabei teilweise die Rolle, die das Radio in der Muggelwelt hat: Musik, Nachrichten, Unterhaltung und bekannte Stimmen erreichen viele Haushalte.

Ein fest etabliertes magisches Gegenstück zu Muggelkino oder Muggelfernsehen ist im Canon nicht näher beschrieben. Für das Forum kann daher davon ausgegangen werden, dass Filme und Serien überwiegend Teil der Muggelwelt bleiben. Muggelstämmige oder Halbblüter können sie kennen und darüber sprechen; Reinblüter reagieren vielleicht mit Neugier, Verwirrung oder dem Vorurteil, Muggel müssten für jede Unterhaltung erst eine Maschine einschalten.

Gerade daraus können schöne Spielsituationen entstehen: heimliche Kinobesuche in London, ein muggelstämmiger Charakter, der seinen Freunden Doctor Who erklären will, oder ein Reinblut, das zum ersten Mal vor einem Fernseher sitzt und nicht versteht, warum die Menschen darin nicht antworten.

Politik & Gesellschaft
Inhalt

Das Jahr 1977 ist politisch und gesellschaftlich von Unsicherheit geprägt. Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich die Welt verändert, ohne dass klar ist, wohin diese Veränderungen führen werden. Wirtschaftliche Sorgen, politische Spannungen, gesellschaftliche Umbrüche und ein wachsendes Misstrauen gegenüber Autoritäten bestimmen den Alltag vieler Muggel. Gleichzeitig verschärft sich auch die Lage in der magischen Welt zunehmend.

Nicht jede Figur muss sich aktiv für Politik interessieren. Manche lesen jeden Morgen die Zeitung, diskutieren laut mit ihren Eltern oder engagieren sich in Bewegungen. Andere wollen von all dem möglichst wenig wissen, weil sie genug mit Schule, Arbeit, Familie oder persönlichen Problemen zu tun haben. Politik bleibt jedoch selten vollständig außerhalb des eigenen Lebens – besonders dann nicht, wenn Gesetze, Herkunft, Beruf oder die eigene Familie betroffen sind.

Großbritannien unter Druck

Die 1970er sind in Großbritannien von wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt. Viele Familien kämpfen mit steigenden Preisen, geringerem Einkommen, Arbeitsplatzsorgen und einer unsicheren Zukunft. Besonders in Industriegebieten und ärmeren Stadtteilen ist die Angst vor Arbeitslosigkeit oder finanziellen Problemen deutlich spürbar.

Während manche Familien weiterhin in Sicherheit und Wohlstand leben, müssen andere jeden Penny umdrehen. Ein kaputtes Auto, eine höhere Stromrechnung oder ein verlorener Arbeitsplatz können schnell zu ernsthaften Problemen führen. Jugendliche wachsen deshalb oft mit dem Gefühl auf, dass es nicht selbstverständlich ist, später einen guten Beruf, eine eigene Wohnung oder finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

Regierung, Parlament & Vertrauen

1977 wird Großbritannien von der Labour Party unter Premierminister James Callaghan regiert. Seine Regierung besitzt jedoch keine sichere Mehrheit im Parlament und ist auf Unterstützung anderer Parteien angewiesen. Politik wirkt auf viele Menschen dadurch instabil, langsam und voller Kompromisse.

Für die meisten Familien bedeutet das nicht, dass sie jede Debatte im Parlament verfolgen. Dennoch tauchen politische Themen ständig im Alltag auf: beim Abendessen, im Pub, im Radio, in der Zeitung oder bei Gesprächen auf der Arbeit. Viele Menschen sind frustriert darüber, dass Politiker große Versprechen machen, während die Probleme im eigenen Viertel bestehen bleiben.

Arbeit, Gewerkschaften & Streiks

Gewerkschaften spielen in den 1970ern eine große Rolle. Sie vertreten Arbeiterinnen und Arbeiter, verhandeln über Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen und organisieren Streiks, wenn sie sich nicht ernst genommen fühlen. Besonders in Bergwerken, Fabriken, Verkehrsbetrieben, Krankenhäusern oder im öffentlichen Dienst können Arbeitskämpfe den Alltag vieler Menschen direkt beeinflussen.

Ein Streik bedeutet nicht nur politische Diskussionen. Busse fahren vielleicht unregelmäßig, Müll wird nicht abgeholt, Waren kommen später in Geschäfte oder Familien sorgen sich darum, ob das Einkommen am Ende des Monats reicht. Manche Menschen sehen Gewerkschaften als notwendigen Schutz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, andere machen sie für wirtschaftliche Probleme verantwortlich.

Klassengesellschaft & Herkunft

Das britische Klassensystem ist im Alltag deutlich spürbarer als heute. Die Wohngegend, der Beruf der Eltern, die Schule, die Sprache, der Akzent und sogar die Kleidung können viel darüber verraten, aus welchem Umfeld jemand kommt. Wer aus einer wohlhabenden Familie stammt, hat häufig bessere Chancen auf Bildung, Kontakte und einen sicheren Beruf.

Für Jugendliche kann das bedeuten, dass sie sich für ihre Herkunft schämen, sie stolz verteidigen oder unbedingt aus ihrem Umfeld ausbrechen wollen. Ein Akzent kann Türen öffnen oder schließen. Eine gute Schule kann über Zukunftschancen entscheiden. Manche Familien erwarten, dass ihre Kinder den Betrieb übernehmen, andere hoffen einfach darauf, dass sie überhaupt eine feste Arbeit finden.

Europa & nationale Identität

Großbritannien ist seit 1973 Mitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 1975 stimmt die Bevölkerung mehrheitlich dafür, Mitglied zu bleiben. Trotzdem bleibt das Thema umstritten. Manche sehen Europa als Chance für Handel, Zusammenarbeit und wirtschaftliche Stabilität. Andere fürchten, Großbritannien verliere dadurch Unabhängigkeit, Arbeitsplätze oder Einfluss.

Die Frage, was es bedeutet, britisch zu sein, wird in den 1970ern ohnehin immer wieder diskutiert. Für manche gehören Monarchie, Tradition, Empire-Erinnerungen und nationale Symbole dazu. Andere betrachten genau diese Dinge kritisch und sehen darin ein Bild eines Landes, das sich zu sehr an eine vergangene Größe klammert.

Nordirland & politische Gewalt

Der Konflikt in Nordirland, später häufig als „The Troubles“ bezeichnet, prägt die Nachrichten und das Sicherheitsgefühl vieler Menschen. Gewalt zwischen republikanischen und loyalistischen Gruppen, Einsätze von Polizei und Militär sowie Anschläge sorgen dafür, dass der Konflikt weit über Nordirland hinaus wahrgenommen wird.

Für Figuren aus Nordirland oder Familien mit Verbindungen dorthin kann das Thema sehr persönlich sein. Für andere bleibt es etwas, das sie aus dem Radio, aus Zeitungen oder aus Gesprächen Erwachsener kennen. Trotzdem trägt die andauernde Gewalt dazu bei, dass viele Menschen politischen Extremismus, Bombendrohungen oder Sicherheitskontrollen nicht mehr nur für ferne Probleme halten.

Rassismus, Einwanderung & Gegenbewegungen

Großbritannien ist vielfältiger, als viele Menschen wahrhaben wollen. Familien mit Wurzeln in der Karibik, Afrika, Südasien und anderen Teilen der Welt leben seit Jahren im Land und prägen Musik, Essen, Mode, Sprache und das Stadtbild. Gleichzeitig erleben viele von ihnen Rassismus, Ausgrenzung und Benachteiligung bei der Wohnungssuche, im Beruf, in der Schule oder im Alltag.

Der Race Relations Act von 1976 soll Diskriminierung stärker bekämpfen und schafft neue rechtliche Möglichkeiten gegen rassistische Benachteiligung. Gesetze allein verändern jedoch nicht automatisch Einstellungen. Vorurteile, rechte Gruppierungen und rassistische Gewalt verschwinden dadurch nicht.

Gleichzeitig entstehen antirassistische Bewegungen, lokale Initiativen und kulturelle Räume, in denen Menschen sich gegenseitig unterstützen. Musikrichtungen wie Reggae, Soul, Funk und Punk werden für viele Jugendliche auch zu Ausdrucksformen von Zusammenhalt, Identität und Widerstand.

Monarchie & Silbernes Thronjubiläum

1977 feiert Königin Elizabeth II. ihr Silbernes Thronjubiläum. Überall im Vereinigten Königreich finden Straßenfeste, Paraden, Feiern und öffentliche Veranstaltungen statt. Für viele Familien ist das Jubiläum ein Grund für Gemeinschaft, patriotische Stimmung und gemeinsame Erinnerungen.

Nicht alle Menschen teilen diese Begeisterung. Gerade in rebellischeren Jugendkulturen wird die Monarchie oft als Symbol einer alten, starren Gesellschaft wahrgenommen. Während manche stolz Fahnen aufhängen oder an Straßenfesten teilnehmen, reagieren andere mit Spott, Protest oder völliger Gleichgültigkeit.

Jugend & politische Haltung

Jugendliche der 1970er wachsen in einer Zeit auf, in der vieles infrage gestellt wird. Musik, Kleidung und Zugehörigkeit zu bestimmten Szenen können politische Aussagen sein, auch wenn jemand sich selbst nicht als politisch betrachtet. Lange Haare, Punkkleidung, ein Peace-Zeichen, ein feministisches Abzeichen oder ein Anti-Rassismus-Aufnäher können bewusst provozieren oder einfach zeigen, zu welcher Gruppe man gehören möchte.

Manche Jugendliche übernehmen die politischen Ansichten ihrer Eltern. Andere lehnen sie entschieden ab. Besonders in Familien, in denen Tradition, Religion, Herkunft, Beruf oder gesellschaftlicher Status wichtig sind, können politische Themen schnell zu Streit führen.

Politik & Gesellschaft in der magischen Welt

Die magische Gesellschaft ist nicht weniger politisch als die Muggelwelt – sie spricht nur oft anders darüber. Familiennamen, Blutstatus, alte Bündnisse, wirtschaftlicher Einfluss und persönliche Kontakte zum Ministerium können über Ansehen, Chancen und Sicherheit entscheiden.

Viele Reinblutfamilien betrachten sich als natürliche Führungsschicht der magischen Welt. Sie sehen Tradition, Abstammung und den Erhalt alter Familienlinien als besonders wichtig an. Andere Hexen und Zauberer lehnen diese Vorstellungen ab oder versuchen, sich aus ihnen herauszuhalten. Gerade in den Jahren vor 1977 werden Blutstatus und Herkunft jedoch immer stärker politisiert.

Die Macht des Ministeriums

Nach der Schlacht vom 25. Juni 1977 hoffen viele Hexen und Zauberer zunächst, dass mit dem Tod Lord Voldemorts auch die Bedrohung endet. Diese Hoffnung hält nicht lange an. Todesser, Sympathisanten und einflussreiche Reinblutfamilien sind längst in wichtigen Bereichen des Ministeriums, der Wirtschaft und der Gesellschaft verankert.

Mit Alcott Rowle als Zaubereiminister verändert sich das politische Klima spürbar. Ab November 1977 werden Gesetze erlassen, die muggelstämmige Hexen und Zauberer registrieren, überwachen und in ihren Rechten einschränken. Reisen, Eheschließungen, Berufe und private Beziehungen können plötzlich Angelegenheiten des Ministeriums werden.

Die Herrschaft der Todesser zeigt sich nicht nur durch offene Gewalt. Sie zeigt sich auch durch Angst, Überwachung, Propaganda, berufliche Nachteile, verschwundene Nachbarn und Menschen, die plötzlich vorsichtiger sprechen als früher.

Schweigen, Anpassung & Widerstand

Nicht jede Person, die unter dem neuen Regime lebt, unterstützt es automatisch. Manche profitieren davon. Manche haben Angst. Manche versuchen, sich und ihre Familien zu schützen, indem sie nicht auffallen. Andere sprechen offen gegen das Ministerium, helfen Verfolgten oder schließen sich heimlich Widerstandsgruppen an.

Auch innerhalb einer Familie können sehr unterschiedliche Haltungen existieren. Ein Vater arbeitet vielleicht im Ministerium, während seine Tochter heimlich muggelstämmigen Freunden hilft. Eine Reinblutfamilie unterstützt Rowle öffentlich, um ihren Ruf zu schützen, während einzelne Mitglieder die Ideologie längst ablehnen. Andere glauben tatsächlich daran, dass die neue Ordnung notwendig sei.

Hogwarts als politischer Ort

Hogwarts bleibt keine neutrale Schule. Neue Regeln, veränderte Lehrinhalte, Einschränkungen für muggelstämmige Schülerinnen und Schüler und der zunehmende Einfluss des Ministeriums machen deutlich, dass auch Kinder und Jugendliche von der politischen Lage betroffen sind.

Freundschaften, Hauszugehörigkeit, Familienname und Blutstatus können wichtiger werden, als sie es früher gewesen wären. Manche Schülerinnen und Schüler passen sich an, um keinen Ärger zu bekommen. Andere lehnen sich heimlich auf. Wieder andere nutzen die neue Ordnung, um Macht über Mitschülerinnen und Mitschüler auszuüben.

Für das Inplay

Politik muss nicht in jedem Post im Mittelpunkt stehen. Sie kann aber im Hintergrund fast jeder Geschichte mitschwingen: in der Sorge einer Familie um eine Registrierung, in einem Streit über die Arbeit im Ministerium, in einer heimlichen Freundschaft, in einem Artikel des Tagespropheten oder in der Frage, ob man einer Person wirklich vertrauen kann.

Eine Figur darf unpolitisch, angepasst, ängstlich, opportunistisch, überzeugte Anhängerin des Regimes oder Teil des Widerstands sein. Wichtig ist nur, dass die Haltung zur Welt glaubwürdig zu Herkunft, Erfahrungen und persönlicher Geschichte passt.

Sprache, Slang & Redewendungen
Inhalt

Die Figuren im Forum müssen nicht in einer künstlich überzogenen „70er-Sprache“ reden. Nicht jede britische Person verwendet dieselben Begriffe, und gerade Herkunft, Alter, Bildungsweg, Familie und soziale Schicht prägen die Sprache oft stärker als das Jahr selbst.

Ein Schüler aus London spricht möglicherweise anders als eine Hexe aus einer alten Reinblutfamilie, ein Arbeiterkind aus Manchester anders als eine Schülerin aus Edinburgh. Hogwarts liegt zwar in Schottland, doch die Schule wird von Kindern aus ganz Großbritannien besucht. Nicht jede Figur braucht deshalb automatisch einen schottischen Akzent oder schottische Redewendungen.

Da die Posts im Forum auf Deutsch geschrieben werden, müssen englische Begriffe nicht zwanghaft in jeden Satz eingebaut werden. Sie können als kleine Besonderheit genutzt oder sinngemäß übersetzt werden. Wichtig ist vor allem das Gefühl dahinter: locker, direkt, manchmal trocken, manchmal höflich untertrieben und je nach Figur durchaus frech.

Alltag, Begrüßungen & Anreden

All right? – Eine sehr übliche Begrüßung im Sinn von „Alles klar?“ oder „Wie geht’s?“. Meist wird keine ausführliche Antwort erwartet.
Cheers – Kann „Prost“ bedeuten, wird aber ebenso häufig als lockeres „Danke“ verwendet.
Ta – Kurzes, informelles „Danke“. Eher beiläufig und unkompliziert.
Mate – Freund, Kumpel oder lockere Anrede. Kann ehrlich freundschaftlich oder leicht genervt klingen, je nach Tonfall.
Bloke – Kerl, Typ, Mann.
Bird – Junge Frau oder Mädchen. Kann locker gemeint sein, wirkt aber häufig herablassend oder respektlos und passt eher zu bestimmten Figuren.
Love / Dear – Freundliche Anrede wie „Schätzchen“ oder „Liebe“. Gerade von älteren Personen, Verkäuferinnen oder Nachbarinnen kann dies völlig unverbindlich sein und muss nichts Romantisches bedeuten.
Lad / Lass – Junge beziehungsweise Mädchen. Besonders passend für nordenglische oder schottische Figuren.
Fancy ...? – Kann „Lust auf ...?“ oder „etwas mögen“ bedeuten. „Fancy a drink?“ entspricht etwa „Lust auf etwas zu trinken?“
Give someone a ring – Jemanden anrufen. Da Telefone fest im Haus stehen, ist ein Anruf oft weniger privat als heute.
I’m off – „Ich bin dann weg.“
Give us a hand – „Hilf mir mal.“
Fair enough – „Kann ich nachvollziehen“ oder „Na gut, meinetwegen.“

Alltag, Geld & Orte

Telly – Fernseher.
Loo – Toilette.
Bog – Ebenfalls Toilette, aber deutlich derber.
Fag – Britische Bezeichnung für eine Zigarette. Der Begriff darf in diesem Zusammenhang nicht als Bezeichnung für Personen verwendet werden.
Quid – Ein britisches Pfund.
Fiver – Fünf Pfund.
Tenner – Zehn Pfund.
Skint – Pleite sein oder gerade kein Geld haben.
On the dole – Arbeitslos sein und Unterstützung beziehen.
Nick – Kann „stehlen“ bedeuten. „He nicked it.“ heißt: „Er hat es geklaut.“
Nicked – Kann auch bedeuten, von der Polizei festgenommen worden zu sein.
The nick – Polizeiwache oder Gefängnis.
Coppers / The Old Bill – Umgangssprachliche Bezeichnungen für die Polizei.

Gefühle, Zustände & Bewertungen

Knackered – Völlig erschöpft oder kaputt.
Chuffed – Sehr zufrieden, stolz oder glücklich sein.
Narked – Genervt oder verärgert sein.
Naff – Uncool, kitschig, peinlich oder geschmacklos.
Dodgy – Unseriös, zwielichtig oder verdächtig.
Barmy / Bonkers – Verrückt, durchgedreht oder völlig übergeschnappt.
Ace – Großartig, richtig gut.
Brilliant – Toll, hervorragend.
Smashing – Sehr gut, wunderbar. Klingt etwas klassischer und passt gut zu Erwachsenen oder älteren Figuren.
Proper – Verstärkend im Sinn von „richtig“ oder „echt“. „That was a proper mess.“ bedeutet etwa: „Das war ein richtiges Chaos.“
Not bad – Typisches britisches Understatement. Kann durchaus heißen, dass etwas ziemlich gut war.

Liebe, Partys & Beziehungen

Snog – Knutschen oder heftig küssen.
Have a snog – Mit jemandem knutschen.
On the pull – Auf der Suche nach einem Flirt oder einer Person zum Knutschen sein.
Pull someone – Jemanden erfolgreich abschleppen oder einen Flirt landen.
Get off with someone – Mit jemandem knutschen oder etwas anfangen.
Have a kip – Ein Nickerchen machen oder schlafen gehen.
Fancy someone – Jemanden attraktiv finden oder in jemanden verknallt sein.

Streit, Spott & Flüche

Bloody – Verstärkung wie „verdammt“. Im Jahr 1977 kann es je nach Familie deutlich unhöflicher wirken als heute.
Blimey – Ausdruck für Überraschung, ähnlich wie „Meine Güte!“
Sod off – „Hau ab.“ Unfreundlich, aber noch kein extrem harter Fluch.
Bugger off – Ebenfalls „Hau ab“, meist gröber.
Prat – Idiot, Trottel.
Git – Unsympathischer Kerl oder Idiot.
Berk – Dummkopf oder Vollidiot.
Wally – Trottel, besonders für jemanden, der sich albern anstellt.
Twit – Dummkopf; eher mild.
Taking the mick – Jemanden aufziehen oder sich über jemanden lustig machen.
Taking the piss – Deutlich gröbere Variante von „Taking the mick“.
Bollocks – Grober Ausdruck für Unsinn, Ärger oder völlige Absurdität.

Hippie-Sprache

Viele typische Hippie-Ausdrücke stammen eigentlich aus den 1960ern. 1977 können sie noch immer verwendet werden, wirken bei manchen Figuren aber bereits bewusst altmodisch, friedlich oder leicht ironisch.

Groovy – Großartig, cool oder angenehm.
Far out – Unglaublich, abgefahren oder beeindruckend.
Peace – Ausdruck einer pazifistischen Haltung oder lockerer Abschiedsgruß.
Heavy – Ernst, intensiv oder emotional belastend.
Freak – Kann selbstironisch für eine ungewöhnliche Person genutzt werden, aber auch abwertend gemeint sein.
Free love – Begriff für freiere Vorstellungen von Liebe, Beziehungen und Sexualität.

Punk-Sprache & Londoner Szene

Die Punkbewegung prägt London im Jahr 1977 besonders stark. Sie steht für Wut, Ablehnung von Autoritäten, Do-it-yourself, Fanzines, auffällige Kleidung und die bewusste Verweigerung gegenüber gesellschaftlichen Erwartungen.

Gig – Konzert oder Auftritt einer Band.
Fanzine – Selbstgemachtes Magazin von Fans für Fans.
DIY – „Do it yourself“; selbst machen statt kaufen oder auf Erlaubnis warten.
Poser – Jemand, der nur so tut, als gehöre er zur Szene.
Sell-out – Person oder Band, die ihre Ideale für Geld, Ruhm oder Anerkennung verkauft hat.
No future – Ausdruck von Frust, Perspektivlosigkeit und Ablehnung gegenüber der gesellschaftlichen Ordnung.
The scene – Die Szene, also ein bestimmtes Umfeld aus Clubs, Musik, Mode und Menschen.

Schottische & regionale Einflüsse

Aye – Ja. Besonders schottisch oder nordenglisch.
Wee – Klein. Kann auch liebevoll oder verniedlichend eingesetzt werden.
Lass / Lad – Mädchen beziehungsweise Junge; besonders passend für schottische und nordenglische Figuren.
Dinnae – Schottische Form von „don’t“. Sollte nur verwendet werden, wenn die Figur tatsächlich entsprechend spricht.
Cannae – Schottische Form von „can’t“.

Cockney-Reimslang kann bei Londoner Figuren auftauchen, sollte aber nur sparsam verwendet werden. Nicht jede Person aus London spricht automatisch Cockney, und selbst Menschen mit Cockney-Hintergrund benutzen nicht ständig Reimslang.

Apples and pears – Treppe.
Barnet Fair – Haare.
Trouble and strife – Ehefrau oder Partnerin; häufig scherzhaft, aber nicht immer freundlich.

Magische Begriffe & Redewendungen

✦ = Begriff stammt aus dem Canon.

Merlin’s Bart! ✦ – Magischer Ausruf für Überraschung, Schock oder Ärger.
Merlin’s Unterhose! ✦ – Etwas frechere, oft komische Variante.
Bei Merlin! – Ausdruck wie „Bei Merlin!“ oder „Um Himmels willen!“
Muggle ✦ – Nichtmagische Person.
Schlammblut ✦ – Schweres, abwertendes Schimpfwort gegen muggelstämmige Hexen und Zauberer. Nicht als neutrale Bezeichnung verwenden.
Blutsverräter ✦ – Abwertende Bezeichnung aus reinblütigen Kreisen für Personen, die sich gegen Blutreinheitsideologien stellen oder enge Beziehungen zu Muggeln und Muggelstämmigen haben.

Für das Ingame zu beachten!

Slang sollte die Figur unterstützen und nicht ersetzen. Ein eher förmlicher Reinblüter kann trotzdem gelegentlich „bloody hell“ sagen, während eine muggelstämmige Punkfigur nicht in jedem Satz „groovy“ oder „no future“ verwenden muss.

Akzente sollten besser über einzelne Wörter, Satzbau und Haltung vermittelt werden als über schwer lesbare Lautschrift. Statt jeden Satz künstlich zu verformen, reicht es meist, wenn eine Figur gelegentlich „aye“, „mate“, „ta“, „lass“ oder „proper“ benutzt.

Besonders belastete Begriffe wie „Mudblood“ oder „blood traitor“ sollten im Inplay immer als das behandelt werden, was sie sind: gezielte Abwertung, politische Drohung und Ausdruck von Vorurteilen – nicht bloß ein lockerer Spruch.

Zeitungen, Magazine & Werbung
Inhalt

Zeitungen, Magazine und Werbung gehören in den 1970ern fest zum Alltag. Nachrichten werden nicht jederzeit über ein Telefon abgerufen, sondern morgens am Kiosk gekauft, im Zug gelesen, beim Frühstück aufgeschlagen oder abends im Fernsehen und Radio verfolgt. Wer wissen möchte, was in der Welt passiert, ist auf Zeitungen, Nachrichtensendungen, Gespräche mit anderen Menschen und gelegentlich auf Gerüchte angewiesen.

Gerade in Großbritannien prägen Zeitungen stark, wie Menschen über Politik, Musik, Verbrechen, Prominente oder gesellschaftliche Veränderungen denken. Schlagzeilen können Diskussionen im Pub auslösen, Familien beim Abendessen streiten lassen oder dafür sorgen, dass plötzlich jede Person über denselben Skandal spricht.

Zeitungen im Alltag

Viele Familien kaufen täglich oder zumindest regelmäßig eine Zeitung. Manche holen sie morgens am Kiosk, andere lassen sie liefern oder lesen die Ausgabe in der Mittagspause. Zeitungen liegen in Cafés, Pubs, Wartezimmern, Friseursalons und oft auch auf Küchentischen herum. Wer keine Zeitung kauft, bekommt die wichtigsten Nachrichten meist trotzdem mit – denn irgendjemand im Umfeld wird darüber sprechen.

Die Inhalte reichen von Politik, Wirtschaft und internationalen Ereignissen über Sport, lokale Nachrichten und Todesanzeigen bis hin zu Klatsch, Rätseln, Horoskopen, Kleinanzeigen und Leserbriefen. Besonders Klatschspalten und reißerische Schlagzeilen sind beliebt, auch wenn viele Menschen behaupten, sie würden „so etwas“ natürlich nie lesen.

Bekannte britische Tageszeitungen

The Times
Eine eher ernsthafte Zeitung mit Politik, Wirtschaft, internationalen Nachrichten und Kommentaren. Besonders in bürgerlichen, wohlhabenderen oder akademischen Haushalten kann sie auf dem Tisch liegen.

The Guardian
Eine Zeitung mit stärkerem Fokus auf Politik, Gesellschaft, Kultur und kritische Kommentare. Sie passt gut zu Figuren, die sich für gesellschaftliche Fragen, Gewerkschaften, Bildung oder linkere Politik interessieren.

The Daily Telegraph
Eine konservativere Zeitung, die besonders bei wohlhabenderen, traditionsbewussten oder politisch eher rechten Familien beliebt sein kann.

Financial Times
Vor allem für Menschen interessant, die sich mit Wirtschaft, Handel, Unternehmen und Finanzen beschäftigen. Für Jugendliche dürfte sie meist eher langweilig wirken – es sei denn, ihre Familie arbeitet im Bankwesen, besitzt ein Unternehmen oder legt großen Wert auf Geld und Status.

Daily Mirror
Eine populäre Zeitung mit großen Schlagzeilen, Sport, menschlichen Geschichten, Prominenten und Politik. Sie passt gut in Arbeiterhaushalte, Pubs, Kantinen oder auf den Küchentisch einer Familie, die lieber direkt und verständlich informiert werden möchte.

The Sun
Eine sehr populäre Boulevardzeitung mit kurzen, auffälligen Schlagzeilen, Fußball, Prominenten, Skandalen und viel Unterhaltung. Sie kann in Figurenkonzepten für Diskussionen, Klatsch oder besonders reißerische Berichterstattung genutzt werden.

Daily Mail
Eine Zeitung mit gesellschaftlichen Themen, Politik, Familiengeschichten, Prominenten und einem eher konservativen Blick auf viele Entwicklungen der Zeit.

Daily Express
Eine verbreitete Tageszeitung mit Politik, Unterhaltung, Sport und menschlichen Geschichten. Gerade ältere Familienmitglieder oder konservativere Haushalte könnten sie regelmäßig lesen.

Sonntagszeitungen

Am Sonntag nehmen sich viele Menschen mehr Zeit für die Zeitung. Sonntagsausgaben enthalten häufig längere Artikel, Beilagen, Kultur, Sport, Prominentenberichte und ausführlichere politische Kommentare.

The Sunday Times
Eine umfangreiche Sonntagszeitung mit Politik, Wirtschaft, Kultur und längeren Reportagen.

The Observer
Eine Sonntagszeitung mit politischem und gesellschaftlichem Fokus, die gut zu Figuren mit Interesse an Kultur, Politik oder internationalen Themen passt.

News of the World
Eine besonders sensationsorientierte Sonntagszeitung, die für Skandale, Prominente, Verbrechen und aufsehenerregende Geschichten bekannt ist.

Lokalzeitungen

Neben den großen nationalen Zeitungen sind Lokalzeitungen wichtig. Sie berichten über Unfälle, Nachbarschaftsstreit, Vereinsfeste, kleine Anzeigen, lokale Politik, Sportvereine, vermisste Tiere, Arbeitsstellen oder Todesanzeigen. Für Figuren aus kleineren Städten oder Dörfern kann eine Lokalzeitung besonders prägend sein: Dort weiß plötzlich jeder, wer geheiratet hat, wer Ärger mit der Polizei hatte oder wessen Sohn eine Auszeichnung bekommen hat.

Magazine & Jugendzeitschriften

Magazine erscheinen meist wöchentlich oder monatlich und richten sich gezielter an bestimmte Interessen. Sie liegen in Wartezimmern, Friseursalons, Jugendzimmern oder auf dem Couchtisch. Viele Jugendliche sammeln Ausgaben, schneiden Bilder aus, hängen Poster auf oder lesen heimlich Ratgeberseiten über Liebe, Familie und Körper.

NME
Eine wichtige Musikzeitung für Rock-, Glam-, Punk- und Popfans. Sie enthält Interviews, Konzertberichte, Kritik, Charts und manchmal sehr deutliche Meinungen über Bands und Musikrichtungen.

Melody Maker
Eine weitere große Musikzeitung, besonders interessant für Figuren, die sich intensiver mit Rock, Progressive Rock, Gitarrenmusik und Konzerten beschäftigen.

Sounds
Ein Musikmagazin, das besonders für Hard Rock, Punk und lautere, härtere Musik interessant sein kann. Gut geeignet für Figuren, die sich von den populären Charts bewusst abgrenzen möchten.

Record Mirror
Ein Musikmagazin mit Charts, Interviews, Plattenkritiken und Neuigkeiten aus der Musikszene.

Radio Times
Eine Programmzeitschrift für Radio- und Fernsehangebote. Familien nutzen sie, um zu sehen, was in der kommenden Woche im Fernsehen oder Radio läuft.

TV Times
Eine weitere Fernsehzeitschrift, besonders passend für Familien, die Serien, Shows, Sport oder Unterhaltungssendungen auf ITV verfolgen.

Jackie
Ein beliebtes Magazin für jugendliche Mädchen mit Mode, Popstars, Liebesgeschichten, Problemen aus dem Alltag, Postern und Ratgeberseiten. Für viele jüngere Muggelmädchen kann es ein fester Bestandteil des Alltags sein.

Spare Rib
Ein feministisches Magazin, das sich mit Themen wie Frauenrechten, Sexismus, Familie, Arbeit, Körperbildern und gesellschaftlicher Gleichberechtigung beschäftigt. Es passt gut zu Figuren, die sich für die Frauenbewegung interessieren oder sich gegen traditionelle Erwartungen stellen.

Smash Hits
Dieses Magazin erscheint erst ab 1978 und ist daher für ein Inplay im Jahr 1977 noch nicht relevant. Es wird später besonders für Songtexte, Popstars, Poster und jugendliche Musikfans bekannt werden.

Werbung in den 70ern

Werbung ist überall sichtbar: in Zeitungen, Zeitschriften, Schaufenstern, auf Litfaßsäulen, in Bahnhöfen, an Bushaltestellen, im Kino und im Fernsehen. Gerade auf ITV unterbrechen Werbespots regelmäßig das Programm. Jingles, kurze Slogans und auffällige Bilder sorgen dafür, dass viele Produkte im Gedächtnis bleiben.

Beworben werden vor allem Lebensmittel, Süßigkeiten, Tee, Waschmittel, Haushaltsgeräte, Autos, Versicherungen, Reisen, Schallplatten, Kosmetik, Kleidung und Alkohol. Viele Anzeigen arbeiten mit klaren Rollenbildern: Frauen werden oft mit Haushalt, Schönheit, Kindern oder Ehe verbunden, während Männer für Autos, Bier, Arbeit, Geld oder Stärke angesprochen werden. Gleichzeitig verändern sich diese Bilder langsam, weil immer mehr Menschen solche Erwartungen hinterfragen.

Zigarettenwerbung ist im Fernsehen bereits verboten, doch Anzeigen in Zeitungen, Zeitschriften und auf Plakaten sind 1977 weiterhin sichtbar. Rauchen wird häufig mit Freiheit, Erwachsensein, Abenteuer, Eleganz oder Coolness verbunden – auch wenn die gesundheitlichen Risiken zunehmend bekannt sind.

Für Jugendliche sind Werbung und Zeitschriften oft eine Möglichkeit, herauszufinden, was gerade als modern gilt. Neue Schallplatten, Modetrends, Kosmetik, Jeansmarken oder Kinofilme werden nicht nur gekauft, weil sie praktisch sind, sondern weil sie Zugehörigkeit, Rebellion oder einen bestimmten Lebensstil versprechen.

Medien in der magischen Welt

✦ = Name stammt aus dem Canon.

Der Tagesprophet ✦

Der Tagesprophet ist die wichtigste Zeitung der britischen Zauberergemeinschaft. Er berichtet über Politik, Verbrechen, Quidditch, gesellschaftliche Ereignisse, Ministeriumsangelegenheiten und bekannte Persönlichkeiten. Die Zeitung wird oft per Eule geliefert und ist für viele Hexen und Zauberer die wichtigste tägliche Informationsquelle.

Im Forenjahr 1977 sollte der Tagesprophet jedoch mit Vorsicht gelesen werden. Unter Alcott Rowle und dem Einfluss der Todesser wird die Berichterstattung zunehmend kontrolliert. Bestimmte Ereignisse werden beschönigt, verschwiegen oder bewusst so dargestellt, dass sie die neue Ordnung unterstützen. Muggelstämmige, Widerständler oder Kritiker des Ministeriums können als Gefahr, Unruhestifter oder Verräter dargestellt werden.

Hexenwoche / Witch Weekly ✦

Die Hexenwoche ist ein bekanntes Magazin der magischen Welt. Es bietet sich für Klatsch, Mode, gesellschaftliche Ereignisse, Ratgeberseiten, prominente Hexen und Zauberer, Quidditchstars, Rezepte oder besonders beliebte Zaubertränke an. Der Canon bestätigt unter anderem den bekannten Preis für das charmanteste Lächeln der Hexenwoche.

Im Forum kann die Hexenwoche außerdem als Medium genutzt werden, das Schönheit, gesellschaftlichen Status, standesgemäße Ehen und das Leben wohlhabender Reinblutfamilien idealisiert. Unter Rowles Regierung kann sie auch subtile Propaganda verbreiten, ohne offen wie eine politische Zeitung zu wirken.

Which Broomstick? ✦

Ein Magazin für Besen, Quidditch und magische Fortbewegung. Dort können neue Modelle, Sicherheitszauber, Quidditchteams, Turniere und Ausrüstung vorgestellt werden. Besonders Quidditchfans, Spielerinnen und Spieler oder wohlhabende Familien könnten es regelmäßig lesen.

Transfiguration Today ✦

Eine Fachzeitschrift rund um Verwandlung, magische Forschung und neue Entwicklungen in diesem Bereich. Sie passt gut zu Lehrkräften, Ministeriumsangestellten, Forschenden oder besonders wissbegierigen Ravenclaws.

Der Klitterer / The Quibbler ✦

Der Klitterer ist im Canon als ungewöhnliche, exzentrische Zeitung bekannt. Da der Canon keine eindeutige Gründung im Jahr 1977 festlegt, könnt ihr selbst entscheiden, ob er in eurem Forum bereits existiert. Falls ja, könnte er schon damals als kleines, verspottetes Blatt gelten, das Gerüchte, seltsame Kreaturen, Verschwörungstheorien und Geschichten veröffentlicht, die der Tagesprophet niemals drucken würde.

Magische Werbung (Forenkanon)

Magische Werbung darf deutlich auffälliger sein als Muggelwerbung. Anzeigen können sich bewegen, sprechen, glitzern, ihren Duft verändern oder auf die Person reagieren, die sie betrachtet. Ein Plakat für einen neuen Besen könnte durch die Luft fliegen, eine Anzeige für einen Liebestrank könnte nach Rosen riechen und ein Schaufenster könnte kleine Illusionen zeigen.

Typische Werbeanzeigen könnten sich auf neue Besenmodelle, Quidditchausrüstung, Zaubertränke, Eulenfutter, Bücher, Roben, magische Reisen, Hochzeitseinladungen, Heilmittel oder exklusive Gesellschaftsveranstaltungen beziehen. Gerade in der Winkelgasse oder Hogsmeade dürften Schaufenster, Preislisten und Flugblätter für viele Hexen und Zauberer wichtiger sein als große Plakatwände.

Auch Propaganda kann wie Werbung funktionieren. Das Ministerium könnte Anzeigen schalten, die Registrierung, Gehorsam, „Sicherheit“ oder die Bewahrung alter Traditionen positiv darstellen. Solche Botschaften müssen nicht immer offen bedrohlich wirken – manchmal sind sie gerade dann wirksam, wenn sie freundlich, patriotisch oder beruhigend formuliert sind.

Mode der 1970er
Inhalt

Die 1970er sind laut, bunt und widersprüchlich – und genau das zeigt sich auch in der Mode. Es gibt nicht den einen typischen Stil für dieses Jahrzehnt. Während manche Menschen noch den Einfluss der Hippiebewegung mit langen Kleidern, Blumenmustern und Naturmaterialien tragen, setzen andere auf Glam Rock, Disco, Leder, Glitzer oder die erste Punkmode.

Kleidung wird zunehmend zu einer Möglichkeit, Haltung zu zeigen. Wer auffällt, möchte nicht immer nur gut aussehen: Manche wollen rebellisch wirken, sich von ihren Eltern abgrenzen, zu einer bestimmten Musikszene gehören oder bewusst gegen gesellschaftliche Erwartungen verstoßen.

Gerade für muggelstämmige und halbblütige Schülerinnen und Schüler können Muggeltrends Teil des Alltags sein. Reinblüterinnen und Reinblüter leben modisch oft deutlich traditioneller, doch auch unter ihnen gibt es Jugendliche, die heimlich experimentieren, sich für Muggelmode interessieren oder zumindest einzelne Trends übernehmen.

Typische Alltagsmode

Viele Kleidungsstücke der 70er sind farbenfroh, gemustert oder auffällig geschnitten. Braun, Orange, Senfgelb, Dunkelgrün, Rostrot, Petrol, Beige und kräftige Blumenmuster sind besonders verbreitet. Kleidung darf eng, weit, lang, kurz oder völlig überladen sein – wichtig ist vor allem, dass sie Persönlichkeit zeigt.

Schlaghosen gehören zu den bekanntesten Kleidungsstücken der Zeit. Sie sitzen an Hüfte und Oberschenkel eng und werden ab dem Knie deutlich weiter. Schlaghosen gibt es aus Jeansstoff, Cord, Samt oder bunten Stoffen.

Jeans sind längst nicht mehr nur Arbeitskleidung. Besonders junge Menschen tragen sie im Alltag, oft mit Aufnähern, Stickereien, Fransen oder selbst angenähten Stoffstücken.

Rollkragenpullover, enge Hemden, Strickwesten, Cordjacken und lange Mäntel gehören ebenfalls zum Bild der Zeit. Gerade Cord ist beliebt und taucht bei Hosen, Röcken, Westen und Jacken auf.

Miniröcke, Hotpants und kurze Kleider bleiben modern, werden aber häufig mit hohen Stiefeln, bunten Strumpfhosen oder Plateauschuhen kombiniert. Daneben sind auch längere Röcke und Maxikleider sehr beliebt.

Tweedröcke, Strickkleider, Blusen mit Rüschen und weite Ärmel passen besonders gut zu Figuren, die sich etwas klassischer, romantischer oder akademischer kleiden möchten.

Schuhe & Accessoires

Plateauschuhe sind bei Frauen und Männern beliebt. Sie können bunt, glitzernd, aus Leder oder mit hohen Absätzen sein und sind besonders bei Disco-, Glam- und Partyszenen kaum wegzudenken.

Clogs, also Holzschuhe mit Lederoberteil, gehören ebenfalls zu den typischen Schuhen der Zeit. Sie passen besonders gut zu Hippie-, Bohème- oder Naturlooks.

Hohe Stiefel, kniehohe Lederstiefel und Stiefel mit Absätzen sind vor allem bei Röcken, Minikleidern und Hotpants beliebt. Männer tragen häufig Lederstiefel, Chelsea Boots oder robustere Schnürstiefel.

Zu den typischen Accessoires gehören breite Gürtel, lange Ketten, große Ohrringe, Armreifen, bunte Sonnenbrillen, Tücher, Haarbänder, Hüte, Westen mit Fransen und Taschen aus Leder oder Wildleder.

Hippie, Bohème & Flower Power

Der Hippiestil der 1960er wirkt auch in den frühen und mittleren 1970ern noch deutlich nach. Er steht für Freiheit, Naturverbundenheit, Individualität und eine gewisse Ablehnung gegenüber übermäßigem Konsum.

Typisch sind lange Haare, wallende Maxikleider, florale Muster, Häkeltops, Westen mit Fransen, Patchwork, Schlaghosen, bunte Stoffe, Blumen im Haar und selbstgemachter Schmuck. Viele Kleidungsstücke wirken absichtlich individuell, selbst genäht, gefärbt oder repariert.

Typische Elemente des Hippie- und Bohèmestils:
• Bodenlange Kleider und Röcke
• Blumenmuster und Paisley
• Häkeltops und Strickwesten
• Fransenjacken und Wildleder
• Schlaghosen und weite Jeans
• Stirnbänder, Haarbänder und Tücher
• Peace-Zeichen, Blumen und bunte Perlenketten
• Clogs, Sandalen und alte Lederstiefel

In Hogwarts könnte dieser Stil besonders bei Figuren auftauchen, die sich gegen Blutreinheitsdenken, Krieg, Regeln oder die herrschende Ordnung stellen. Bunte Kleidung, selbstgemachter Schmuck oder ein auffälliges Peace-Zeichen können bereits als kleine Form von Protest wirken.

Glam Rock, Disco & auffällige Abendmode

Glam Rock und Disco stehen für Glitzer, Selbstbewusstsein und Übertreibung. Kleidung darf funkelnd, eng, auffällig und ein wenig dramatisch sein. Besonders in Clubs, auf Partys, bei Konzerten oder in Szenen rund um Musik und Tanz spielt dieser Stil eine große Rolle.

Samt, Satin, Kunstpelz, Pailletten, Glitzer, Metallicstoffe und auffällige Muster sind beliebt. Männer tragen teilweise enge Hemden mit offenem Kragen, hohe Absätze, Schmuck, Samtjacken oder auffällige Anzüge. Frauen setzen auf Glitzerkleider, Wickelkleider, Jumpsuits, hohe Stiefel und große Accessoires.

Typische Elemente von Glam Rock und Disco:
• Plateauschuhe und hohe Absätze
• Schlaghosen aus Satin, Samt oder glitzernden Stoffen
• Enge Hemden mit weitem Kragen
• Jumpsuits und Wickelkleider
• Pailletten, Glitzer und Metallicstoffe
• Samtjacken und Kunstpelzmäntel
• Große Ohrringe, Ketten und Armreifen
• Starkes Make-up und auffällige Frisuren

Dieser Stil eignet sich besonders für Figuren, die Aufmerksamkeit mögen, gerne tanzen, sich für Musik interessieren oder bewusst mit Geschlechterrollen spielen. Gerade in der Muggelwelt sind Männer mit langen Haaren, Schmuck, geschminkten Augen oder auffälliger Kleidung nicht automatisch ungewöhnlich.

Punk

Die Punkbewegung entsteht Mitte der 1970er vor allem in London und ist 1977 besonders sichtbar. Punkmode ist weniger darauf ausgelegt, schön oder elegant zu wirken, sondern darauf, zu provozieren und Regeln zu brechen. Kleidung wird bewusst zerrissen, verändert, bemalt oder mit Sicherheitsnadeln, Buttons und Aufnähern versehen.

Punks setzen sich gegen Autoritäten, gesellschaftliche Erwartungen und das steife britische Klassensystem zur Wehr. Mode wird dabei zum Statement: Wer so aussieht, will oft zeigen, dass ihm oder ihr die Meinung anderer egal ist – oder zumindest so tun, als wäre es so.

Typische Elemente der Punkmode:
• Lederjacken und zerrissene Jeans
• Sicherheitsnadeln, Nieten und Ketten
• Buttons mit politischen Aussagen oder Bandnamen
• Aufnäher, selbst bemalte Kleidung und abgewetzte Stoffe
• Netzstrümpfe, schwarze Stiefel und schwere Schnürschuhe
• Karomuster, besonders Tartan
• knallbunte Haare, Irokesenschnitte oder raspelkurze Frisuren
• auffälliges Make-up, dunkler Kajal und bewusst übertriebene Looks

Nicht jede Figur mit Lederjacke oder zerrissenen Jeans ist automatisch Punk. Gerade in Hogwarts könnten einzelne Elemente aber von Jugendlichen übernommen werden, die rebellisch wirken möchten, Muggelmusik hören oder sich bewusst von ihren Familien abgrenzen.

Haare & Make-up

Lange Haare sind bei jungen Männern in den 1970ern weit verbreitet. Schulterlanges, lockiges oder bewusst etwas ungepflegt wirkendes Haar passt besonders gut zu Rock-, Hippie- und Glamfiguren. Kürzere Frisuren sind natürlich ebenfalls möglich, wirken aber bei jungen Männern oft konservativer oder ordentlicher.

Viele Frauen tragen ihre Haare offen, glatt, leicht gewellt oder mit Mittelscheitel. Haarbänder, Tücher, Blumen, Schleifen und auffällige Spangen sind beliebt. Locken, Volumen und geföhnte Frisuren werden zunehmend wichtiger, besonders gegen Ende des Jahrzehnts.

Make-up darf auffallen: dunkler Kajal, stark betonte Augen, Glitzerlidschatten, kräftiger Lippenstift und Rouge sind besonders bei Disco- und Glamlooks beliebt. Der natürliche Hippiestil setzt dagegen eher auf wenig Make-up, während Punk bewusst mit verschmiertem Kajal, dunklen Lippen oder extremen Farben spielen kann.

Mode in Hogwarts

Während des Unterrichts und bei offiziellen Anlässen tragen Schülerinnen und Schüler die Hogwartsuniform. Persönlicher Stil zeigt sich daher vor allem außerhalb des Unterrichts, in den Gemeinschaftsräumen, bei Ausflügen nach Hogsmeade, in den Ferien oder durch kleine Details wie Schmuck, Frisuren, Taschen, Schuhe oder versteckte Aufnäher.

Nicht jede Lehrkraft wird begeistert sein, wenn eine Schülerin mit Plateauschuhen, ein Schüler mit bemalten Jeans oder jemand mit auffälligem Make-up im Unterricht auftaucht. Unter der zunehmend strengen Leitung des Ministeriums können besonders provokante Kleidungsstücke, politische Symbole oder deutliche Muggeleinflüsse außerdem unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Mode in der magischen Welt

Viele Erwachsene der magischen Welt tragen weiterhin traditionelle Roben und betrachten Muggelmode als seltsam, unpraktisch oder wenig würdevoll. Besonders ältere und konservative Reinblutfamilien bevorzugen dunkle Stoffe, hochwertige Roben, Familienfarben, klassische Schnitte und Kleidung, die ihren Status sichtbar macht.

Jüngere Hexen und Zauberer experimentieren dagegen eher. Manche übernehmen einzelne Muggeltrends, andere passen sie an die magische Welt an: Schlaghosen unter einer offenen Robe, Plateauschuhe mit Zaubererumhang, magisch schimmernde Stoffe, selbstbewegende Schmuckstücke oder Roben mit auffälligen Farben und Mustern.

Gerade Kleidung kann verraten, wer sich anpassen möchte, wer aus einer alten Familie stammt, wer heimlich Muggelmode liebt oder wer bereit ist, gegen die Erwartungen der eigenen Umgebung aufzubegehren.

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