Herzlich Willkommen im Smoke on the water! Wir sind ein Rollenspielforum, das zur Pre-Potter-Zeit im Jahr 1977 spielt, noch während des siebten Schuljahres der Rumtreiber. Wir haben ein düsteres Setting, da die Todesser an der Macht sind, unter der Leitung von Zaubereiminister Alcott Rowle. Auch Hogwarts wird durch die Todesser kontrolliert. Wer sich hier anmeldet, sollte Lust auf Drama, Spannung und ein intensives Inplay haben. Zudem spielen wir in den 1970er Jahren und versuchen diese auch außerhalb der magischen Welt so authentisch wie möglich darzustellen. Wir besitzen ein FSK 18 Rating.
Die 70erGeschichtliche Ereignisse Wichtige Ereignisse der Muggelwelt
Inhalt
1971 – Großbritannien stellt seine Währung auf das Dezimalsystem um. Für viele Muggel verändert sich dadurch der Alltag: Preise, Münzen und Rechnungen müssen plötzlich neu gedacht werden.
1972 – Richard Nixon wird bei der US-Präsidentschaftswahl erneut gewählt. Kurz darauf gewinnt die Watergate-Affäre zunehmend an Bedeutung und erschüttert das Vertrauen vieler Menschen in die amerikanische Politik.
1973 – Am 1. Januar treten Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei.
1973 – Der arabisch-israelische Krieg und das darauf folgende Ölembargo lösen eine internationale Ölkrise aus. Steigende Preise, Energieknappheit und wirtschaftliche Unsicherheit prägen auch Großbritannien.
1974 – Die britische Regierung führt infolge der Energiekrise zeitweise die sogenannte Drei-Tage-Woche ein. Viele Betriebe dürfen nur an drei Tagen pro Woche Strom verbrauchen, was den Alltag und die Wirtschaft erheblich belastet.
1974 – In Großbritannien finden innerhalb eines Jahres zwei Parlamentswahlen statt. Harold Wilson übernimmt erneut das Amt des Premierministers.
1974 – Richard Nixon tritt am 9. August wegen der Watergate-Affäre als US-Präsident zurück.
1975 – Am 30. April endet der Vietnamkrieg mit dem Fall Saigons. Die Bilder des Krieges und seines Endes prägen die internationale Öffentlichkeit nachhaltig.
1975 – In einem Referendum stimmt die britische Bevölkerung mehrheitlich dafür, in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu bleiben.
1975 – Der Equal Pay Act und der Sex Discrimination Act treten in Kraft. Frauen erhalten damit stärkeren rechtlichen Schutz gegen Diskriminierung im Arbeitsleben, in Bildung, Wohnraum und beim Zugang zu Dienstleistungen.
1976 – Großbritannien erlebt einen außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer. Dürre, Wasserknappheit und Einschränkungen im Alltag prägen die Erinnerungen vieler Muggel.
1977 – Königin Elizabeth II. feiert ihr Silbernes Thronjubiläum. Im gesamten Vereinigten Königreich finden Feiern, Straßenfeste und öffentliche Veranstaltungen statt.
1977 – Die Punkbewegung wird besonders in London sichtbarer. Rebellion, politische Unzufriedenheit, Arbeitslosigkeit und eine wachsende Ablehnung klassischer Autoritäten prägen das Lebensgefühl vieler junger Muggel.
Wichtige Ereignisse der magischen Welt
Inhalt
1971 – Die Peitschende Weide wird auf dem Gelände von Hogwarts gepflanzt.
1971 – Royston Idlewind wird zum Internationalen Direktor des Quidditch-Komitees der Internationalen Konföderation der Zauberer ernannt. Seine offene Abneigung gegen Quidditch-Publikum und seine strengen Sicherheitsvorschriften machen ihn schnell unbeliebt.
1971 – Die bekannte Liebesroman-Autorin Fifi LaFolle verstirbt. Ihre Reihe Zauberhafte Begegnungen bleibt jedoch weiterhin populär.
1972 – Blenheim Stark veröffentlicht Muggel, die es sehen, eine wissenschaftliche Untersuchung über Muggel, die Zeugen eindeutig magischer Ereignisse wurden.
1972 – Die Chudley Cannons ändern ihr bisheriges Motto „Wir werden siegen“ in „Drücken wir alle die Daumen und hoffen auf das Beste“.
1973 – Das Zaubereiministerium weist einen Antrag gegen die Versklavung von Hauselfen zurück.
1974 – Syrien gewinnt die 417. Quidditch-Weltmeisterschaft gegen Madagaskar. Das Turnier wird besonders durch den Skandal um Royston Idlewinds Zauberstabverbot bekannt: Tausende Zuschauer schmuggeln ihre Zauberstäbe als sogenannte Dissimulatoren ins Stadion. Idlewind tritt daraufhin zurück.
1975 – Eugenia Jenkins wird als Zaubereiministerin abgesetzt, da sie als nicht entschlossen genug im Kampf gegen Lord Voldemorts wachsenden Einfluss gilt.
1975 – Harold Minchum wird Zaubereiminister. Er gilt als kompromissloser Hardliner, verstärkt die Bewachung Askabans durch Dementoren und versucht erfolglos, Voldemorts Aufstieg einzudämmen.
Vorgeschichte des Forums – Forenkanon
1976 – Lord Voldemort schart immer mehr Anhänger um sich. Angriffe auf muggelstämmige Hexen und Zauberer nehmen spürbar zu, während das Ministerium zunehmend an Einfluss und Glaubwürdigkeit verliert.
31. Oktober 1976 – Während der Halloweenfeier in Hogwarts kommt es erstmals zu gezielten Angriffen auf muggelstämmige Schülerinnen und Schüler innerhalb der Schulmauern.
14. Februar 1977 – Todesser greifen Hogsmeade an. Der Angriff erschüttert die magische Gemeinschaft und zeigt, dass selbst vermeintlich geschützte Orte nicht mehr sicher sind.
25. Juni 1977 – Am letzten Schultag kommt es gleichzeitig in Hogwarts und in der Winkelgasse zu einer großen Schlacht. Zahlreiche Menschen verlieren ihr Leben. Albus Dumbledore und Lord Voldemort sterben während der Kämpfe.
Sommer 1977 – Viele Hexen und Zauberer glauben zunächst, die dunkle Zeit sei mit Voldemorts Tod beendet. Doch Todesser, Sympathisanten und einflussreiche Reinblutfamilien sind längst tief im Ministerium, in der Wirtschaft und in anderen wichtigen Institutionen verankert.
September 1977 – Alcott Rowle wird neuer Zaubereiminister. Unter seiner Führung gewinnen ehemalige Todesser und ihre Verbündeten offen an Macht.
1. November 1977 – Weitreichende neue Gesetze treten in Kraft. Muggelstämmige müssen sich registrieren lassen, dürfen Großbritannien nicht ohne Genehmigung verlassen und verlieren zahlreiche Rechte. Neue Eheschließungen benötigen ministerielle Zustimmung, Auroren erhalten erweiterte Befugnisse und die Anwendung Unverzeihlicher Flüche wird unter bestimmten Voraussetzungen legalisiert.
Seit November 1977 – Die Todesserherrschaft ist nicht länger nur ein Gerücht. Das Ministerium, Hogwarts und große Teile der magischen Gesellschaft stehen unter ihrer Kontrolle. Widerstand ist gefährlich und selbst vertraute Personen können zu einer Bedrohung werden.
Kulturgeschichte der 1970er
Inhalt
Die 1970er sind keine einheitliche Kultur, sondern ein Jahrzehnt voller Gegensätze. Neben Disco, Glam Rock, neuen Freiheiten und auffälliger Mode stehen wirtschaftliche Krisen, Arbeitslosigkeit, konservative Familienbilder und politische Spannungen. Nicht jede Figur muss Teil einer Subkultur sein oder sich für gesellschaftliche Bewegungen interessieren – doch gerade für muggelstämmige Hexen und Zauberer können diese Entwicklungen prägende Teile ihrer Kindheit, Familie oder Jugend sein.
Auch in der magischen Welt bleiben solche Ideen nicht völlig unsichtbar. Manche Einflüsse gelangen über muggelstämmige Schülerinnen und Schüler, Halbblüter, Magazine, Musik oder Verwandte in die Zauberergesellschaft. Andere werden als unpassende Muggelmode abgetan. Unter der zunehmend autoritären Herrschaft des Ministeriums können Kleidung, Musik, Beziehungen oder eine offen geäußerte Meinung außerdem schnell zu einem stillen Zeichen des Widerstands werden.
Hippies
Die Hippiebewegung entstand in den 1960er Jahren als Gegenkultur und prägt auch die frühen und mittleren 1970er noch deutlich. Viele Hippies stellen Konsumdenken, starre Moralvorstellungen, Krieg und gesellschaftliche Erwartungen infrage. Naturverbundenheit, Frieden, Selbstbestimmung und ein freieres Leben gehören für viele Anhängerinnen und Anhänger zu den wichtigsten Ideen.
Das bekannte Motto „Make love, not war“ wird besonders mit der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg verbunden. Auch Themen wie sexuelle Selbstbestimmung, Umweltschutz, Antirassismus und alternative Lebensformen überschneiden sich häufig mit der Hippiekultur, auch wenn nicht jede Person innerhalb der Bewegung dieselben Werte vertritt.
Typisch sind lange Haare, selbst genähte oder gefärbte Kleidung, Muster, Fransen, Blumenmotive, Schmuck, Schlaghosen und natürliche Stoffe. Gerade weil Hippies sich bewusst von der Konsumgesellschaft abgrenzen möchten, werden sie von anderen oft als naiv, arbeitsscheu, ungepflegt oder ständig berauscht wahrgenommen.
Auch in Hogwarts kann es Schülerinnen und Schüler geben, die sich mit bunten Kleidungsstücken, selbstgemachtem Schmuck, einer pazifistischen Haltung oder einer sehr deutlichen Meinung gegen die gesellschaftliche Ordnung abgrenzen. In einer Zeit, in der Blutreinheit, Gehorsam und Kontrolle immer stärker gefordert werden, kann bereits der Wunsch nach Frieden oder Gleichberechtigung als stiller Protest verstanden werden.
Punks
Die Punkbewegung entsteht Mitte der 1970er Jahre vor allem in London. Sie ist lauter, wütender und deutlich aggressiver als die friedlichere Hippiekultur. Punk bedeutet nicht nur Musik, sondern vor allem Haltung: Ablehnung von Autoritäten, Misstrauen gegenüber Politik und Gesellschaft, Frust über Arbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektiven und ein steifes Klassensystem.
Punks wollen auffallen, provozieren und Erwartungen bewusst brechen. Typisch sind Lederjacken, Sicherheitsnadeln, zerrissene Kleidung, selbstgemachte Aufnäher, Ketten, auffälliges Make-up und ungewöhnliche Frisuren. Nicht jede Person mit bunten Haaren oder einer Lederjacke ist automatisch Punk, doch die Szene nutzt Kleidung gezielt als Ausdruck von Rebellion.
Während Hippies oft von Frieden, Freiheit und einem besseren Miteinander sprechen, zeigen Punks ihren Widerstand lauter und direkter. Wut, Sarkasmus, Chaos und die offene Ablehnung dessen, was als „anständig“ oder „normal“ gilt, gehören ebenso dazu wie eine ausgeprägte Do-it-yourself-Mentalität.
In Hogwarts und der magischen Welt können punkige Einflüsse besonders bei muggelstämmigen und halbblütigen Jugendlichen auftauchen. Manche Reinblüter mögen sie als geschmacklos oder respektlos empfinden. Andere könnten gerade in der auffälligen, unangepassten Art einen Reiz sehen. Unter Rowles Regime wird ein provokanter Stil schnell mehr als bloße Mode: Er kann als Zeichen verstanden werden, dass jemand sich nicht vollständig anpassen will.
Frauenbewegung & Geschlechterrollen
In Großbritannien ist die Frauenbewegung der 1970er vielfältig und nicht auf eine einzelne politische Richtung zu reduzieren. Viele Frauen fordern gleichen Lohn, bessere berufliche Chancen, Schutz vor Diskriminierung, selbstbestimmte Familienplanung und ein Ende starrer Erwartungen an Ehefrauen und Mütter. Rechtlich entstehen wichtige Fortschritte, doch im Alltag bleiben Sexismus, ungleiche Bezahlung und traditionelle Rollenvorstellungen weiterhin weit verbreitet.
Nicht jede Frau betrachtet sich als Feministin, und nicht jede Figur muss sich aktiv politisch engagieren. Dennoch können Themen wie Berufswünsche, finanzielle Unabhängigkeit, Ehe, Kinder, Kleidung oder die Frage, wer eine Familie repräsentiert, große Konfliktpunkte sein.
In der magischen Welt können Hexen zwar Berufe ausüben, zaubern und sich in vielen Bereichen frei bewegen. Gerade alte Reinblutfamilien halten jedoch oft an traditionellen Vorstellungen fest: standesgemäße Ehen, Erben, Familienpflichten und ein makelloser Ruf können für junge Hexen ebenso einengend sein wie für junge Zauberer. Eine Figur kann sich diesen Erwartungen fügen, sie heimlich ablehnen oder offen dagegen rebellieren.
Rassismus & Antirassismus
Auch Großbritannien der 1970er ist von Rassismus, Ausgrenzung und politischen Spannungen geprägt. Menschen mit familiären Wurzeln in der Karibik, Afrika oder Südasien erleben Diskriminierung im Alltag, bei der Arbeit, auf dem Wohnungsmarkt und in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig entstehen und wachsen antirassistische Bewegungen, lokale Initiativen und Bündnisse, die sich gegen rechte Gewalt, Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung stellen.
Musik, Mode und Jugendkulturen werden dabei oft zu Orten, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Reggae, Soul, Funk, Punk und spätere Bewegungen wie Rock Against Racism zeigen, dass Kultur nicht nur Unterhaltung, sondern auch Ausdruck von Zugehörigkeit, Solidarität und Widerstand sein kann.
Für das Forum muss Rassismus nicht automatisch für jede Figur ein zentrales Thema sein. Dennoch sollte die Zeit nicht so dargestellt werden, als hätten Diskriminierung und Gegenbewegungen keine Rolle gespielt. In der magischen Welt können Vorurteile andere Formen annehmen: Blutstatus, Herkunft, Familienname, Spezies oder magische Begabung werden häufig als Maßstab für Wert und Zugehörigkeit missbraucht.
Homosexualität & queere Beziehungen
Die gesellschaftliche Haltung gegenüber homosexuellen und queeren Menschen ist im Jahr 1977 deutlich ablehnender als heute. Viele Betroffene leben vorsichtig, verheimlichen Beziehungen oder sprechen höchstens mit wenigen vertrauten Personen über ihre Gefühle. Familien können mit Unverständnis, Scham, Druck oder dem Versuch reagieren, ihre Kinder in eine erwartete Rolle zu drängen.
Rechtlich ist die Lage kompliziert: In England und Wales wurden private sexuelle Handlungen zwischen Männern über 21 Jahren 1967 nur teilweise entkriminalisiert. Diese Regelung galt jedoch nicht für Schottland, wo entsprechende Handlungen 1977 weiterhin strafbar sind. Weibliche gleichgeschlechtliche Beziehungen waren nicht auf dieselbe Weise gesetzlich geregelt, wurden gesellschaftlich aber häufig ignoriert, abgewertet oder als etwas behandelt, über das man nicht spricht.
Da Hogwarts und Hogsmeade in Schottland liegen, ist die rechtliche Lage für viele Figuren besonders bedrückend. Hinzu kommt, dass Hogwarts-Schülerinnen und -Schüler ohnehin nicht volljährig sind und Beziehungen meist heimlich, vorsichtig oder nur innerhalb eines kleinen Vertrauenskreises stattfinden dürften.
Für die magische Gesellschaft gilt im Forum: Es gibt keine allgemeine magische Regel, nach der queere Menschen automatisch verfolgt werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist jedoch in vielen konservativen Kreisen gering. Besonders traditionsbewusste Reinblutfamilien können Beziehungen ablehnen, wenn sie nicht in ihre Erwartungen von Ehe, Erbschaft und Familienfortführung passen. Gleichzeitig gibt es selbstverständlich Hexen, Zauberer, Familien und Freundeskreise, die kein Problem mit queeren Beziehungen haben oder ihren Angehörigen Schutz bieten.
Queere Figuren müssen nicht zwangsläufig versteckt, unglücklich oder traumatisiert dargestellt werden. Heimliche Beziehungen, vorsichtige Annäherungen, sichere Freundschaften, familiäre Konflikte oder offene Rebellion können Teil einer Geschichte sein – aber ebenso Liebe, Zugehörigkeit und Unterstützung.
Für das Ingame zu beachten!
Historische Diskriminierung soll das Setting greifbarer machen, nicht anderen Spielerinnen und Spielern den Spaß nehmen. Homophobie, Rassismus, Sexismus oder ähnliche Themen dürfen nicht als Freibrief verstanden werden, andere Figuren ungefragt herabzusetzen oder unangenehme Szenen aufzuzwingen.
Plots, in denen solche Themen eine Rolle spielen, sollten immer mit den beteiligten Personen abgesprochen werden. Niemand muss Diskriminierung ausspielen, um einen historisch passenden Charakter zu schreiben. Ebenso darf jede Figur unterstützend, offen, tolerant oder rebellisch sein – auch dann, wenn dies im Jahr 1977 nicht überall selbstverständlich wäre.